Versya

Mein schräges Leben

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Da, ich habe es nicht getan

Es war wirklich hart und die Überwindung war groß, aber ich halte mein mir gegebenes Versprechen dieses Jahr am EBR nur als Besucher teilzunehmen.

Mein Sturz  im September hat mir gezeigt, dass ich es langsam übertreibe, unvorsichtig werde und eigentlich auch zu alt für diese extreme Form der Fortbewegung bin (da stand zuerst “werde” 😉  ).
Und auch, wenn der Erzberg genug Respekt einflössend ist, um mich wieder ein wenig herunterzukühlen, in meinem Alter macht frau so etwas nicht mehr. Basta.

Ich verdanke dem Erzbergrodeo jedoch so viel zusätzliche Erfahrung!

Das Training am, oder manchmal auch über dem, persönlichen Limit war körperlich und geistig ein wesentlicher Faktor, der mir zB. auch geholfen hat den Zusammenstoss mit dem Auto am Großklockner fast zu verhindern, und damit die Unfallfolgen für mich (und das Motorrad) so gering zu halten.
Ohne die schnelle Reaktion, das instiktiv richtige Handeln und die gute körperliche Konstitution (2 Wochen vor dem EBR Start) wäre ich wohl nicht so glimpflich davon gekommen.

Das Mindeste wäre gewesen, dass ich die Fahrt mit der Rettung fortgesetzt hätte, das Schlimmste – will ich mir lieber gar nicht ausmalen  🙁

Ich werde daher natürlich weiter Enduro fahren und an Workshops teilnehmen, dann aber zu 100% nur zum Spass! 🙂

ebr

Erzbergrodeo Nachtrag I

Hallo,

heute habe ich ein paar Videos vom Sturm auf Eisenerz gefunden , und da wir auch daran teilgenommen haben, auch nach uns gesucht. Dank des rosa Schals ging es dann recht einfach:

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=kAAJrcWxtFE

Ab, ca. 19:20 sind auch wir im Bild 😉

Einen  Zusammenschnitt in Bildern:

Das Gefühl in der Menge zu Cruisen ist immer noch einzigartig, der Lärm und der Rauch (Gummi und Öl) ist hart an der Schmerzgrenze.  Doch ganz Eisenerz, jung und alt, ist entlang der Straßen aufgestellt.

Das langsame Stop & Go ist imer noch eine Herausforderung für die Kupplung der EXC, doch ich muss sagen, dass mein Provisorium, mittlerweile Monate alt, immer noch perfekt hält und dicht ist.

Es ist immer wieder erstaunlich wie einfallsreich die verschiedenen Kostüme zusammengestellt sind.

 

 

 

Erzbergrodeo, letzter Tag

Und wieder ist es soweit.

Der letzte Tag des Erzbergrodeos ist angebrochen und uns bleibt nur noch übrig unsere feuchten Sachen zum Trocknen aufzuhängen und dann alles in den Transporter einzuladen.

Dazwischen frühstücken wir noch einmal richtig und schauen uns die Verwüstungen vom Vortag an.
Pünktlich zum Start des Hare Scramble fahren wir über den Hintereingang aus dem Gelände hinaus, und schaffen es gerade noch rechtzeitig, um den Zieleinlauf von Graham Jarvis und die folgende Spannung rund um Lazy Noon zu sehen. Der ist einfach zu schnell!!

Warum wir nicht vor Ort sind? Die Tribüne ist schon seit Stunden übervoll, an einer Station stehen, bedeutet den Rest nicht zu sehen und Junior muss endlich auch wieder etwas für seine Prüfungen lernen

Zusammenschnitte

Hare Scramble 2016

Sendung 1

Sendung 2

Voller Stream aufgezeichnet

Erzbergrodeo, Tag 3

Um 7:00 ist wieder der der erste Wirbel im Camp.

Ich nutze die Gelegenheit für die Morgentoilette , und das Herunterladen der gestrigen Ergebnisse, um mir das Resultat genauer anzuschauen.

24 Starterinnen, ich bin mit meiner Zeit auf Platz 14 gelandet. Hmpf, also von der Zeit wäre ein 10. Platz möglich gewesen, wenn ich das Hoppala am Hang berücksichtige. Also, da muss ich eindeutig heute noch einmal ran.

Die Chance ist zwar gering, da die Piste (und der Hang) sicher nicht besser geworden sind, zusätzlich ist auf Grund des Regens mit größeren Pfützen zu rechnen, die frau am Erzberg sicher nicht so einfach durchfährt – weil, Löcher, große Löcher!!! gerne darin versteckt sind.

Trotzdem, wichtig ist nur der Hang, wenn ich da so wie gestern hänge, dann ist es sowieso gleich aus.

Ich montiere wieder die Fronttafel (die ich am Abend immer gegen die Lichtmaske tausche) und tanke die EXC auf. Der Rest des Benzins geht in den Stromgenerator, damit ich mir warmes Wasser für den Tee kochen kann. DAnach gibt es ein kärgliches Frühstück, 2 Müsli Riegel müssen reichen,

Als dann der Red Bull Unimog durch das Camp fährt kommt Bewegung rein. Die Durchsage meldet, dass nur wenige Starter im Vorbereich sind, und daher auch andere Startnummern Zugang haben.

Also schnell ins Gewand geschlüpft, und ab zum Start. Im Endeffekt stehen dort genau so viele Starter wie gestern, d.h. Warten ist garantiert. Da ich aber schon mal da bin bleibe ich in der Schlange. Schicke Junior eine SMS mit dem Status und bereite mich mental auf das Rennen vor.

Die Sonne ist natürlich wieder da und brennt heiß herunter, und wir schieben unsere Bikes, Meter für Meter weiter nach vorne.

Endlich im Vorstart Bereich drinnen eht es flott weiter, nun starte ich die Trackaufzeichnung, vergesse aber auf die GoPro.

Und los geht es: Diesmal ohne Startampel einfach per WInker. Start klappt gut, auch die erste Strecke schaut gut aus, erwartungsgemäß ist der Track mehr ausgefahren, aber dafür kennt frau die Strecke aber auch besser. Und da ist er schon wieder, der Hang, der Hang der Hänge.

Habe eine gute Linie erwischt, komme gut über die Wellen und tuckere die ansteigende Steigung wier hinauf, leider zu langsam, denn ca. 3m unterhalb der Kuppe ist Schluss mit Motor, runter schalten kommt zu spät, merde…

Ich stoppe das Bike, probiere am Hang soviel halt zu bekommen, um den Motor anzukicken. Mit jedem Startversuch rutsch das Motorrad um 50cm weiter hinunter. Endlich, in der Zwischenzeit sind 2 Fahrer (a 20-30 sek) an mir vorbei , springt der Motor an!

Auf das Bike schwingen und mit dem ersten Gang hinauf geht dann ohne Probleme. Arrghh, wieso nicht gleich?  Es ist zum Verzweifeln. 🙁

Mein nächstes Bike bekommt einen e-Starter! 😉

Weiter gehts, irgendwo mitten drinnen fällt mir die GoPro ein, die ich auf einem geraderen Stück starte.

Gerade rechtzeitig, denn in der nächsten weiten Kurve gebe ich zu früh Gas und verliere mit dem Hinterrad die Haftung – Sturz.
OK, jetzt weiss ich wenigstens warum ich die Protektoren habe, das Shirt hängt in Fetzen herunter. Aber keine Zeit für das Aussehen, zurück auf die Maschine, anstarten (klappt gleich) und weiter.  So, schon der 2. Fehler heute.

Weiter gehts, es gilt Zeit aufzuholen, auch wenn die Hoffung nun schon sehr gering ist, wirklich besser zu werden.
Und so komme ich vollkommen ausgepumpt am Ziel an.  Zeit?  Noch unbekannt, klar ist aber, so gut wie ich es brauchen würde, ist sie sicher nicht, auch wenn einige Ettappen besser als gestern gelungen sind.

Naja, dann genieße ich wenigstens die Fahrt ins Tal, die traditionell auf der Rückseite (der unbekannten Seite) erfolgt. Der Kärcher Stand macht erst um 13:00 auf, so fahre ich dreckig weiter ins Camp.

Junior hat beschlossen keine 2. Runde zu fahren, er vertraut darauf, dass die Zeit so auch passt.  Er hat leicht lachen.

Wir fahren wieder hinunter nach Eisenerz, um dort wieder zu essen. Die Menschenmassen am Hauptweg sind heute schon richtig angeschwollen, es wird selbst mit den Motorrädern eng, durch das Gewimmel an Fußgängern, Radfahrern, Motorradfahrern, Autofahrern und Bussen weiter zu kommen. Und über all dem eine riesige Staubwolke, der Regeneffekt von gestern ist hier vollkommen verpufft.

Wir laben uns im Gasthof dabei fällt uns auf, dass sich wieder eine schwarze Wolke über die Berghänge schiebt. Eilig kehren wir zurück zum Zelt. Wir starten mit dem Einpacken unserer Gerätschaften, alles was wir nicht mehr benötigen wird schon verpackt und im Transporter verstaut. Und wirklich, pünktlich um 16:00 Uhr fängt es volle Wäsch zum Regnen und Hageln an. Der Trommelwirbel am Zelt ist ohrenbetäubend laut.  Irgendwann läßt aber auch der Regen etwas nach und so nutzen wir die Gelegenheit am Abend wieder ins Festzelt zu schauen, um die Ergebnisse sehen  (der Internet Empfang wird erfahrungsgemäß am Abend so schlecht, dass ich es ansosnten erst am Morgen erfahren würde)   Naja, wie erwartet: ca. 2 Minuten “verbessert”, aber gerade den 14. Platz damit gehalten. Damit liegen Junior und ich ca. 80 Plätze auseinander und er hat dieses Jahr den Familienwettbewerb gewonnen.

Da er mich Stück für Stück im Offroadfahren überholt, wäre das wahrscheinlich die letzte Chance gewesen hier ein wenig Terrain wieder gut zu machen, aber so: Vernichtend geschlagen

Da ich eigentlich vor habe nächstes Jahr nur als Guide am Berg zu arbeiten, wars das wohl mit einer Revanche.

Die halbe Nacht liege ich wach und beschäftige mich mit dem Gedanken, soll ich, soll ich nicht, soll ich, soll ….     😉

 

Erzbergrodeo, Tag 2

Erneut um 9:00 Tagwache. Zuerst frühstücken wir ganz gemütlich und dann machen wir uns langsam für das Rennen bereit.

Die Sonne scheint wie am Vortag glühend herunter, jede BEwegung wird zur Qual, deshalb füllen wir auch die Camelbags bis zum Rand an, damit wir wenigstens Wasser mit haben. LOs gehts, zum Vorstart. Aber, im Gegensatz zu den letzten Jahren, wo die Startnummernreihenfolge mehr oder weniger egal war, gibt es diesmal ganz strenge Regeln, außerdem gibt es Verzögerungen, d.h. aus unserem Startfeld um ca. 11:00 wird ganz sicher 12:00.

Ok, zurück zum Zelt und so schnell als möglich das Gewand herunterreisen. Ich bedaure die Ritter im Mittelalter, denn die hatten noch Metall auch am Körper. ABer trotzdem, Protektorenset, Trikot, Neck Brace und Helm sind wahrlich genug zum schwitzen. Profis fahren ja teilweise ohne all die Protektoren, aber dazu bin ich wohl zu ängstlich, oder zu wenig perfekt beim Fahren, oder beides? 😉

Na gut, eine Stunde warten, und um 11:30 sind wir wieder am Vorstart. Die Strenge waltet weiter, wir dürfen zwar in den Vorstartbereich, müssen aber zuschauen, wie Starter mit niedriger Startnummer links an uns vorbeigeleitet werden.

Endlich ist aber auch die 600er Reihe dran und jetzt dürfen wir endlich auch nach vorne.

Bei aller Freude, ich habe Mitleid mit den 7, oder 8-hunterter Startnummern vor uns,. Die stehen ja jetzt mindestens schon 1 1/2 Stunden in der Sonne und deren Warten ist noch nicht zu Ende.

Langsam quält sich die Schlange via Fahrzeugcheck und Startqueue nach vorne, und um ca. 12:15 bin ich dran. Junior ist ca. 10 Starter vor mir, damit fehlt mir eine Bezugsperson, aber was solls.

IMG_20160528_121146717Am Anfang die gewohnten langen Kurven am Publikum vorbei; nur nicht ganz blöd ausschauen; und dann in die ersten Schikanen, die von Jahr zu Jahr enger und unregelmäßiger werden. DIe Mischung aus dem feinen Steinmehl und den großen Steinen ind er Spur machen jede Kurve zum Abenteuer und dann kommt schon mein Hasshang, er fängt eigentlich schön parabolisch an, aber, aber nach 1500 vorfahrenden Crossbikes (Prolog und Rennen) ist der Einfahrtsbereich – der schon vorher nicht schön war – in mehrere Wellen unterteilt, links der Abgrund mit Großen Steinen und rechts der Hang mit ebenfalls Steinen.

Die Spurwahl und der Schwung sind essentiell. Und, obwohl ich das alles schon weiss, obwohl ich in unserer Lehmgrube auch steilere Hänge fahre, ich bleibe irgendwo mitten drinnen am rechten Rand hängen.

Umdrehen und zurück hinunter. Immer aufpassen, dass ich andere Fahrer nicht behindere. Umdrehen und nochmal. Arghh, schon wieder diesmal auf der linken Seite an einer Welle gescheitert und bevor ich in den Abgrund dort hinunterpurzle, nein, lieber Motorrad hinlegen, also nochmal hinunter. Schweißtreibend!!!

3. Anlauf und, warum nicht gleich????, perfekt nach oben und weiter im Prolog. (Im Kopf geht es jetzt die nächste Strecke: shit, shit, shit- den Lauf kannst vergessen, shit….) Kein Wunder, dass danach noch ein paar unrunde Sachen passieren. Im oberen Bereich gebe ich wirklich Vollgas der Lenker flattert, meine Nerven auch  😉
In Summe komme ich mit ca. 20 min am Ziel an, OMG. Junior steht dort natürlich schon ganz entspannt, seine Zeit liegt bei ca. 17 min.

Wenn ich nicht eh schon von oben bis unten mit Erzstaub bedeckt wäre, ich würde mir jetzt Asche aufs Haupt streuen.

Nur ganz kurz Zeit zum Verschnaufen und dann geht es mit dem Guide wieder hinunter vom Berg. Gleich zum Kärcher Stand und die Maschine vom Staub befreien und danach im Zelt das Gewand vom Körper reisen. Mit der Solardusche den ärgsten Staub entfernen und gleich halb feucht zurück zum Hauptplatz duschen. Danach geht es mir wieder besser. IMG_20160527_144451053Als “Belohnung” fahren wir hinunter nach Eisenerz, um beim Bräustüberl einzukehren, das wir schon im letzten Jahr schätzen gelernt haben.

Wie gewohnt gute Küche und die Preise sind dort auch moderater, als oben am Berg. Zusätzlich sponsern wir die Gegend und die likale Gastronomie, die während des restlichen Jahr sowieso nur wenig Highlights hat.

Ich weiss nicht, ob die Statistik noch stimmt, aber vor Jahren war Eisenerz die Stadt in Österreich mit dem ältesten Altersdurchschnitt. Wer jung ist schaut offensichtlich, dass er von dort weg kommt. :-/

Danach zurück zum Zelt, verloren gegangene Schrauben ersetzen (und, ja, ich habe vor dem Rennen alle Schrauben noch einmal gecheckt -2014 habe ich ja beinahe den vorderen Bremssattel während des Rennens verloren) und alle Schrauben noch einmal checken und bei Bedarf nachziehen. Die 13km Rüttelpiste fordern einfach ihren Tribut, wie es scheint.
Ein wenig Statistik aus dem GPS: Fahrzeit ca. 20 min (da geht natürlich noch was), ca. 760 Höhenmeter, Strecke 13,5 km, Höchstgeschwindigkeit 102 km/h

Wir lesen in unseren Büchern (bei mir Robert Sawyers neues Quantum NIght, so wie alle seine Bücher, sehr gut geschrieben, sehr gut recherchiert, ein wenig US-Amerika feindlich – er ist Kanadier ;-), auf jeden Fall ein Buch das nur schwer wegzulegen ist) um ein wenig herunter zu kommen, und der Blick nach oben zeigt ein interessantes Bild:

DSC_2424Da scheint sich etwas zusammen zu brauen, und tatsächlich, 1 Stunde später bricht die Sinnflut aus. Regen von oben, Wasser von unten, offensichtlich steht unser Zelt in der Rinne die das künstliche Plateau des Camps als Ablauf hat, der hanze Zeltboden hebt sich auf Grund des Wassers, dass unterhalb läuft, wir wechseln in das Vorzelt und beginnen einen Graben vor dem Zelt zu ziehen, damit das Wasser wo anders durchläuft. Unsere Ital. Nachbarn kommen uns zur Hilfe und mit vereinten Spaten schaffen wir es das Wasser um das Zelt umzuleiten. Wir sind nass, das Zelt ist nass, der Vorplatz steht unter Wasser, doch endlich hört es zum Regnen auf.

Gerade rechtzeitig, denn in wenigen Minuten geht der Sturm auf Eisenerz los.

Diesmal habe ich an eine Verkleidung gedacht: Mein EMP Outfit das ich tragen werde schaut ca. so aus: 123132a2 215109a-emp

 

 

Zusätzlich habe ich am schwarz/weißen Helm einen dunkelrosa Schal befestigt:

Schalder jetzt flott hinter mir herflattert.

Da der Regen gestoppt hat kommt kein Regenschutz (extra in transparent besorgt) darüber und so flattere ich der Kolonne nach.

Viel Rauch und Lärm – wie es sich gehört – produziert. Auch Wheelie probiert – für was habe ich ein Jahr lang geübt – , aber die Straßen sind schmierig und nass, dass ist das Risiko nicht wert. Nach einem Versuch gebe ich auf. und betätige mich einfach als Lärmmacher 😉

 

Diesmal gibt es nach dem Sturm keine gemeinsame Aufstellung, also zurück zum Zelt um endlich ein wenig Ordnung in das Regenchaos zu bringen. Sachen zum Trocknen aufhängen, Gräben vertiefen, wärmeres Gewand anziehen, etc….

Danach zum Festzelt, Ergebnisse anschauen (OMG; tatsächlich, kein Traum) und frustiert schlafen gehen, jetzt wäre Alkohol trinken vielleicht eine gute Idee  😉
In der Nacht regnet es noch einmal heftig, aber ich vertraue auf die gezogenen Gräben und schlafe ruhig weiter.

Erzbergrodeo Tag 1

Es ist Donnerstag, die Nacht war lang und deshalb bewegen wir uns erst um 9:00 aus dem Zelt. IMG_20160526_091102661draussen ist schon viel los, neue Teilnehmer mit Familie und Begleiter kommen noch immer an, der Platz wird immer enger und enger. Gut, dass wir schon gestern unseren Claim abgesteckt haben.

Die Kombination aus den beiden Zelten + Transporter als Werkstätte passt sehr gut in das Fleckchen Erzschutt, dass wir für uns erobert haben. 😉

Die Aussicht ist ein wenig eingeschränkt, aber nichts desto trotz stimmulierend

Uns gegenüber ein Starter aus Lans (von dort habe ich vor langer Zeit die SX 125 geholt) der sich mit seiner “Boxencrew” sehr um seine EXC bemüht, neben uns eine Familie aus Thüringen mit einer GasGas und hinter uns eine Gruppe von Italienern, die teilweise mit Motorrad angereist sind.

Multikulti also.

Wir frühstücken in Ruhe unser mitgebrachtes Essen, um dann zu einer Tour zum Hauptplatz des Erzbergrodeos aufzubrechen.  Unser erster Weg führt uns traditionell zum Shop vom Erzberg Merchandising, um die Fahrershirts abzuholen. Sabine (unsere Nachbarin in Wien) ist ebenfalls schon am Stand und,  so wie immer, belagert von Interessenten, die T-SHirts, Kappen, etc.. ergattern wollen.  Nach einem kurzen Gespräch und einem kurzen Shopping Erlebnis, geht es weiter in das Rennbüro,  um uns Klarheit über diese neue Regel, bzgl. Nachtfahrverbot, zu beschaffen.
Alles Bull shit, wie erwartet ein Mißverständnis seitens des Security Guys. Hmpf… mir tun die Füsse immer noch von der nächtlichen Wanderung weh…, egal wir schlendern weiter durch die Stände, überlegen uns eine art Menüplan für die nächsten Tage und begutachten auch die neue Endurocross Strecke zwischen den ebenfalls neuen Tribünen.  IMG_20160526_121922811Nicht nur der Berg verändert sich von Jahr zu Jahr.

Es ist beeindruckend diese Masse an Leuten (allein ca. 4000-6000 Starter inkl. Begleitpersonen und Familien) Tag für Tag zu bespassen und zu versorgen. Wobei sich der EIndruck nicht ganz vermeiden lässt, dass sich die Hälfte der Teilnehmer über die Tage nur mit Gerstenwasser ernährt. Also unbewußt voll Biologisch und Vegetarisch  ;-).
Trotzdem ist vieles vom Wilden, Ursprünglichen des Rodeos Stück für Stück verloren gegangen, aber die gemischten Mobil-WC gegen die in diesem Jahr neuen Event WC (anhänger) tausche ich unter dem o.a. Aspekt gerne.

Und, es gibt immer noch genug Irre am Berg, soviel ist sicher.  🙂

Wir streifen dann auch noch durch die diversen Fahrerlager,  ob wir noch einen Bekannten finden, aber in der Masse an Zelten beinahe unmöglich. Aber immerhin finden wir in der Nähe unseres Zelts dann doch noch unsere Nachbarn aus dem letzten Jahr, auch Sie sind wieder vollständig zum Event angereist.

Die ganze Zeit über findet das Kärcher Rocket Ride statt. Da wir vom Zelt einen guten Blick auf den Zielbogen haben, müssen wir uns von Maschine und kühlen Getränken nicht wegbewegen. Einziger Troublemaker, unser Stromaggregat. Irgendwie funktioniert der 12 V Ausgang nicht, damit werden die Hälfte aller Kabel die wir mitgenommen haben, schlagartig obsolet, aber wir habe so viel Redundanz  mit, es sollte uns auch so möglich sein GoPro, Handies, Tablett, Kamera, Lautsprecher, Kühlschrank, etc.. immer geladen zu bekommen.  Beim Aufzählen der Liste fällt mir wieder wild und ursprünglich ein..   😉    Das nächste Jahr nehme ich wieder das Solarpanel mit, wetten, dass es da nur regnet oder schneit?

Apropo Wetter, es ist heiß, sehr heiß. Kein Luftzug und keine Wolke ist mittlerweile am Himmel. Was liegt daher näher als uns eine Pizaa am Hauptplatz zu besorgen und diese in der Sonne zu verspeisen?

Danach wird es Zeit sich für die Prolog Testfahrt fertig zu machen. Da es erfahrungsgemäß sowieso nur im Schritttempo geht, können wir uns ruhig Zeit lassen. IMG_20160526_145911953Trotzdem kommen wir irgendwo in der Mitte der Schlange zum stehen. Und von dort geht es langsame, heiße 13 km bergauf. und danach wieder herunter. In Summe 1 1/2 Stunden unterwegs. Gut, dass wir die Solardusche in Betrieb genommen haben, damit bekommen wir den Staub aus Gesicht und und den Schweiß von der Haut.

Danach schnappen wir uns den Sonnenschirm und unsere Sessel und machen uns auf den Weg zum Paddock Rand, von dem aus wir einen guten Überblick über die Trasse des Rocket Ride und dem Startbereich haben.  Wir sind mittlweile bei den FInalläufen angelangt und sehen daher die Fahrer in Gruppen starten.

 

Video vom Lauf  

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Video-Link: https://youtu.be/3nbQPY23RqY

Mittlerweile wird es dunkel und wir machen uns auf ins Festzelt wo die Siegerehrung für den Rocket Ride und die Fahrerbesprechung für den morgigen Prolog stattfindet. Es gibt die traditionelle Siegerprämie – einen Stein – für alle Gewinner  am Ride und die Fahrerbesprechung findet auch wie gewohnt statt.  Dazwischen immer wieder Filmclips aus der Red Bull Sportswelt. Beeindruckende Videos in einer perfekten Qualität, unglaublich.

Danach steigt die Party!

Nachdem wir beide keinen Alkohol drinken, ist es schon sehr bald ein wenig peinlich und damit brechen wir in Richtung Zelt auf.

Mein neuer Scheinwerfer bewährt sich, so gut ausgeleuchtet hatte ich den Weg noch nie.  Die Nacht verläuft erwartungsgemäß schon ein wenig unruhiger, aber das gehört dazu.  😉

Erzbergrodeo Anreisetag

Um 14 Uhr begann das Einladen des Transporters, eine lange Liste von 165 Gegenständen stand auf meiner Packliste.

Das alles sicher und wieder auffindbar zu verstauen war die erste Herausforderung der Tage die noch folgen sollten.

Um ca. 15:30 waren wirklich alle Teile verstaut und ich machte mich auf nach Mödling, um Junior von der HTL abzuholen.

Am Weg zur Autobahn füllten wir noch den Tank und die Kanister an und besorgten uns im Supermarkt noch Getränke und Basisessen.

Und ab auf die Autobahn…

Einige Baustellen, einem Essensstop und viele Kilometer später kamen wir ca. um 19:00 in Eisenerz an.

Vorteil der späten Anreise: Keine Schlange an der Zufahrtskasse.  IMG_20160526_080822704

Nachteil:  Der Family Paddock ist bereits überfüllt??

IMG_20160526_080633449_HDRWir zwängen uns zwischen italienische und deutsche Busse und finden so noch gerade genug Platz für unser Zelt und den Transporter.

Beim Auspacken dann die unangenehme Überraschung: Zeltdach ist da, aber wo sind die Zeltplanen? OMG -> zu Hause??

Ein Anruf zu Hause bestätigt die Vermutung, die Planen sind noch zu Hause. Mein Ältester erklärt sich bereit die Planen nach zubringen, wir richten in der Zwischenzeit den Zeltboden her, und machen uns auf zur Registrierung im Rennbüro und der danach folgenden technischen Abnahme.

Ganze 4 Minuten vor der Deadline sind wir auch damit fertig und fahren zurück zum “Zelt”. Da erinnert uns daran, dass da doch noch etwas fehlt.

Ein kurzer Check mit Junior , es wird noch ca. 1 1/2 Stunden dauern bis er da ist. Also bauen wir das Innenleben des Zelts auf und machen es uns den Umständen entsprechend gemütlich.

21:20, Anruf von Junior, er ist gerade von der Autobahn ab. Nun, dann wird es Zeit ihm nach Eisenerz entgegen zu fahren.

Schnell die Frontlampe auf der EXC montiert, damit wir ihm bis zum Ortsbeginn entgegen fahren können, aber denkste!  ohne Nummerntafel keine Fahrt mit dem Motorrad nach 20Uhr, wtf?
Letztes Jahr gab es das noch nicht! Die Security ist gnadenlos, so bleibt uns nichts anderes übrig, als die Motorräder zurück zum Zelt zu bringen und zu Fuss den Weg in Angriff zu nehmen. (Am nächsten Tag stellt sich dann heraus, dass es tatsächlich eine Fehlinterpretation der Security war  :-/  )

Mit hängender Zunge kommen wir in Eisenerz an, Junior ist mittlerweile auch schon da. Da weder er, noch wir etwas gegessen haben, kehren wir am Eck noch in das Eisenerzer Stüberl ein. Die Essensauswahl ist auf Grund der Tageszeit ein wenig eingeschränkt, aber es schmeckt sehr gut.

Junior bringt uns dann noch bis zum Hintereingang zum Erzberggebiet, damit ersparen wir uns zumindestens das überqueren der Kuppe und kommen so relativ rasch wieder zurück zum Stellplatz. Da es mittlerweile 23:30 ist bauen wir leise das Zelt fertig und legen uns nach einer Katzenwäsche schnell schlafen. Die Nacht ist kühl aber es ist ruhig und damit verläuft der Schlaf relativ ungestört.

Ungewöhnlich für das EBR wie wir wissen: IMG_20160530_093049 😉

Letzte Trainingsrunde

Letzte Gelegenheit um die Reflexe zu trainineren.

Da Junior diesmal ausfiel, einfach ein rennen gegen mich selbst gefahren. Wie es ausgeht? Einfach anschauen 😉

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtu.be/CQIVSDVzwhM

 
Das kleine Bild ist von heute.

Noch 4 Tage bis zum EBR, ich bin bereit 😉

Registriert für XXII

Jaaa, ein Startplatz unter 700. Perfekt!

Anmeldung XXII

In ein paar Minuten beginnt die Registrierung für das XXII Erzberg Rodeo ! 🙂

Da es mein letztes Rennen ist, steigt die Spannung auf welchen Startplatz wir landen.

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