Versya

Mein schräges Leben

Monat: Mai 2017

IFRD 2017 mit Wima-Austria

Der IFRD (International Female Ride Day) ist die Erfindung einer kanadischen Motorradfahrerin, die Motorrad fahrende Frauen zusammen bringen wollte, und um damit ein Statement zu setzen.

Auch, wenn ihre Seite sehr kommerz lastig geworden ist, die Idee hat sich mittlerweile verselbstständig und weltweit nutzen Frauen Motorrad Vereine den ersten Samstag im Mai, für eine gemeinsame Ausfahrt und das Zusammenkommen.

Letztes Jahr waren Su und ich unterwegs, diesmal ist die Runde gleich auf 9 Fahrerinnen angewachsen, damit ist die Einigung auf ein Ziel entsprechend schwierig.

Hilfreich bei der Zielfindung war in diesem Fall Renate, die beim Seiberer Bergpreis eine Information über die Sonderausstellung MotorMaiden, im 1. Österreichischen Motorrad Museum, aufgeschnappt hatte.

So, das Ziel stand somit fest, die Routenplanung war relativ entspannt, die Tour kann los gehen.

Mein kleines Mißgeschick mit der gebrochenen Fußrastenaufhängung hatte Juniors SuMo ein neues Vorderrad (ein Metzeler M7RR) beschert, aber mit beinahe Null Milimeter Profil wollte ich doch nicht die Reise antreten.
Besorgt hatte ich ihn am Freitag bei Zweirad Pauer, der Wechsel war in 15 Minuten erledigt, die Qualität der Arbeit tadellos, der Preis naja….  😉
Ob der jungfräuliche Reifen hält was er verspricht?

Nun, 6. Mai, zeitig – so um ca. 9:00  😉  – war der erste Treffpunkt in Hütteldorf ausgemacht und pünktlich waren auch die anderen Mädls da.

Damit ging es weiter nach Untertullnerbach , wo der 2. Treffpunkt war, und auch dort waren, trotz Tankstop, alle Mädls rechtzeitig fertig, um um 9:30 aufzubrechen.

Los ging es durch das wunderhübsche Irenental, nach Tulln, wo wir unseren 3. Treffpunkt(!), für unsere nördlicheren Mitglieder, hatten.

Noch immer pünktlich wie die Schweizer Bahn  setzten wir uns wieder in Bewegung und fuhren am Wagram entlang bis Langenlois, um nach Norden entlang des Kamps weiter zu fahren.

Dann  fuhren wir  einfach den Rundungen des Kamps entlang nach Norden, bis Gars, dort bogen wir aber Richtung Sigmundsherberg ab und erreichten schon bald unser Ziel beim Motorrad Museum.

Auch Lily und Birigt waren (als Waldviertlerinnen) schon vor Ort und so konnten wir direkt mit dem Besuch der Sonerausstellung beginnen.

Ja, hätten wir, aber die JukeBox im Eingangsbereich forderte ihren Tribut und so wurden erst ein paar klassische Ohrwürmer freigeschaltet, bevor es tatsächlich an die kleine, aber feine Sonderausstellung ging.

Herr Ehn (der Museumsbesitzer) war mit gutem Wissen über die relevanten Epochen ausgestattet, über die Motorräder sowieso.  😉

Da Wima ihren Ursprung im US und britischen Raum hatte fehlte das auf seinem Radar, wir haben Ihm aber entsprechende Informationen dort gelassen. 😉

Nach dem Besuch des Museums ging es in den Nachbarort weiter zum  Landgasthof Surböck  wo uns die Wirtin im Garten ein wundervolles Ambiente und gute Küche zu sehr vernünftigen Preisen bot.

Solcherart ausgestattet mit Wissen über historische Motorräder, MotorMaiden in Österreichund gesättigt und mit Flüssigkeit versorgt wollten wir direttissima wieder zurück nach Wien.

Su hatte aber die bessere Idee und so fuhren wir weiter den Kamp entlang bis nach Zwettl und von dort ging es wieder nach Süden via Ottenschlag, Pöggstall und Weiten zur Donau, wo wir bei Melk querten und in die Wachau hinein fuhren. Um bei einer bekannten Jausenstation noch einmal Rast  zu machen und die wunderbare Sonne zu genießen.

Mittlerweile war es doch schon recht spät geworden, daher brachen wir recht bald auf, um via Dunkelsteiner Wald und die B1 wieder Wien näher zu kommen.

Meine Reserve Leuchte begann am Fuße des Riederbergs zu leuchten, aber die 15km bis kurz vor dem Ziel hielt der Tank auch noch durch.
Ein Hoch auf transparente Benzintanks! 🙂

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Video-Link: https://youtu.be/Nswu1Gvbflc

Und der Reifen? Der Metzeler M7RR? Werden sich aufmerksame LeserInnen noch fragen….

Ich muss sagen:

Noch nie hat mich ein Reifen von der ersten Minute an so beeindruckt.
Ganz große Klasse, er vermittelt ein super Gefühl in der Kurve und eine tolle Laufruhe auf der Geraden,  trotz der ansonsten hypernervösen Husaberg.  Junior kann sich über mein Geschenk wirklich freuen  😉

Im Regen habe ich ihn – Gott sei Dank – nicht getestet, aber wenn die Kritiken hier genau so stimmen, dann Hut ab…..

Zum Abschluss noch die gefahrene Route:

Selbst ist die Frau

Heute früh sind die bestellten Teile angekommen.

Heute Abend sind sie bereits verbaut:

Es hat sich doch bezahlt gemacht, dass ich schon mein Moped lieber zerlegt habe, als gefahren  😉

Pechsträhne

Ich habe zwar noch keinen Ersatzteil, aber das hinderte mich nicht daran bereits mit der Demontage zu beginnen.

Und, natürlich gab es eine weitere unangenehme Überraschung:

Der Stößel für den Bremskolben des hinteren Bremszylinders ist verbogen, natürlich, muss ja so sein.

Also gleich auch diesen Teil bestellen….

 

Und, weil das nicht genug ist, gleich eine neue Baustelle:

Die Batterie des Transporters hat in letzter Zeit erste Anzeichen von Schwäche gezeigt, gestern ist sie nun ganz ausgefallen.

Die Idee war eigentlich ganz einfach:

Anderes Auto heran fahren, Starterkabel anlegen, Motor anstarten, und zum Batteriehändler für einen Tausch fahren.

Eigentlich ganz einfach, aber:

Junior war wohl so fokusiert auf seine Aufgabe, dass er sich einfach verschätzt hat.

Das Ergebnis ist wohl der teuerste Autobatterietausch der Geschichte:

OMG!

Irgendwie komme ich seit Ende Dezember nicht aus der Werkstätte raus ?!!?!!!

Neue Reifen, neues Pech

Fast 3 Wochen (in Worten: drei) musste ich warten, bis der Front Kotflügel und damit einhergehend auch gleich die Reifen mit getauscht wurden.

Am Dienstag war es dann so weit und rechtzeitig vor dem Wima Stammtisch konnte ich mein Gefährt endlich wieder in Empfang nehmen.

Und hier gleich die erste böse Überraschung:

  • Die Reifen, waren falsch!
    Oder anders formuliert: Die Reifen wären vielleicht vor Wochen noch meine mögliche Wahl gewesen, in der Zwischenzeit habe ich mich aber für den Pirelli Angel GT entschieden.
    Hmmm, was tun?    Mit Preisabschlag ist der FauxPas verschmerzbar.
    Schlecht sind die Pilot Road – das weiß ich aus eigener Erfahrung – nicht, ganz im Gegenteil, aber am Ring fahren wird ein wenig schwer werden. Da muss ich mir einen eher kalten, feuchten Termin suchen  😉
  • Beim Diskutieren fällt mir auf, dass auch die Metallventile nicht montiert sind, sondern Standard Gummiventile.  -> damit stirbt auch die Idee, die seit einem Jahr zu Hause herum liegenden,  Druck- und Temperatursensoren für die Reifen zu montieren.  Merde  🙁

Jetzt alles herunter zu reißen, und komplett neu zu montieren wäre der Wahnsinn, mit der Zusage, den nächsten Reifenwechsel in Kulanz abzuhandeln verlasse ich die Werkstätte, um die Reifen im Marchfeld – so gut das dort möglich ist  😉   – anzufahren und die Schmierschicht los zu werden.

Herrlich das Gefühl wieder über Straßen zu brettern.  🙂

Der Abend bei Wima verlief in wunderbarer Stimmung, Hauptthema waren unsere Neuzugänge und die geplante Ausfahrt am 6. Mai im Rahmen des IFRD, und auch die Heimfahrt nach dem Treffen war wunderbar.

  • Aber, am nächsten Morgen, die böse Überraschung:
    Da liegt doch meine Versys auf der Seite?  Leider unklar, ob ein vorbei fahrender Bus das Vorderrad mitgenommen hat, oder ob andere Einflüsse daran schuld waren, sie liegt am Asphalt.  🙁

Eigentlich kein großes Drama, Protektoren sind ja an allen neuralgischen Stellen verbaut, aber nach dem Aufstellen zeigt sich, dass der Sturz doch nicht ohne Folgen war:  🙁

Wieso die Fußrasten nicht nachgegeben haben ist mir ein Rätsel, aber der Bruch ist respektabel, ich hätte das nicht besser gekonnt  😉

Natürlich gleich geschaut, wo ich in vertretbarer Zeit einen Ersatzteil dafür bekomme.
Aber Mindestlieferzeit: 4-5 Tage!  *** ich könnte heulen, am Samstag ist die Ausfahrt und es ist Mittwoch!!  ***

Die Hinterradbremse ist mir ja egal, aber ohne Fußraste eine Tagesausfahrt machen?  Geht nicht!

Anbohren, und irgendwie verschrauben?   Muss ich noch probieren……….

to be continued…

 

 

 

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