Versya

Mein schräges Leben

Monat: Mai 2016 (Seite 1 von 2)

Erzbergrodeo, letzter Tag

Und wieder ist es soweit.

Der letzte Tag des Erzbergrodeos ist angebrochen und uns bleibt nur noch übrig unsere feuchten Sachen zum Trocknen aufzuhängen und dann alles in den Transporter einzuladen.

Dazwischen frühstücken wir noch einmal richtig und schauen uns die Verwüstungen vom Vortag an.
Pünktlich zum Start des Hare Scramble fahren wir über den Hintereingang aus dem Gelände hinaus, und schaffen es gerade noch rechtzeitig, um den Zieleinlauf von Graham Jarvis und die folgende Spannung rund um Lazy Noon zu sehen. Der ist einfach zu schnell!!

Warum wir nicht vor Ort sind? Die Tribüne ist schon seit Stunden übervoll, an einer Station stehen, bedeutet den Rest nicht zu sehen und Junior muss endlich auch wieder etwas für seine Prüfungen lernen

Zusammenschnitte

Hare Scramble 2016

Sendung 1

Sendung 2

Voller Stream aufgezeichnet

Erzbergrodeo, Tag 3

Um 7:00 ist wieder der der erste Wirbel im Camp.

Ich nutze die Gelegenheit für die Morgentoilette , und das Herunterladen der gestrigen Ergebnisse, um mir das Resultat genauer anzuschauen.

24 Starterinnen, ich bin mit meiner Zeit auf Platz 14 gelandet. Hmpf, also von der Zeit wäre ein 10. Platz möglich gewesen, wenn ich das Hoppala am Hang berücksichtige. Also, da muss ich eindeutig heute noch einmal ran.

Die Chance ist zwar gering, da die Piste (und der Hang) sicher nicht besser geworden sind, zusätzlich ist auf Grund des Regens mit größeren Pfützen zu rechnen, die frau am Erzberg sicher nicht so einfach durchfährt – weil, Löcher, große Löcher!!! gerne darin versteckt sind.

Trotzdem, wichtig ist nur der Hang, wenn ich da so wie gestern hänge, dann ist es sowieso gleich aus.

Ich montiere wieder die Fronttafel (die ich am Abend immer gegen die Lichtmaske tausche) und tanke die EXC auf. Der Rest des Benzins geht in den Stromgenerator, damit ich mir warmes Wasser für den Tee kochen kann. DAnach gibt es ein kärgliches Frühstück, 2 Müsli Riegel müssen reichen,

Als dann der Red Bull Unimog durch das Camp fährt kommt Bewegung rein. Die Durchsage meldet, dass nur wenige Starter im Vorbereich sind, und daher auch andere Startnummern Zugang haben.

Also schnell ins Gewand geschlüpft, und ab zum Start. Im Endeffekt stehen dort genau so viele Starter wie gestern, d.h. Warten ist garantiert. Da ich aber schon mal da bin bleibe ich in der Schlange. Schicke Junior eine SMS mit dem Status und bereite mich mental auf das Rennen vor.

Die Sonne ist natürlich wieder da und brennt heiß herunter, und wir schieben unsere Bikes, Meter für Meter weiter nach vorne.

Endlich im Vorstart Bereich drinnen eht es flott weiter, nun starte ich die Trackaufzeichnung, vergesse aber auf die GoPro.

Und los geht es: Diesmal ohne Startampel einfach per WInker. Start klappt gut, auch die erste Strecke schaut gut aus, erwartungsgemäß ist der Track mehr ausgefahren, aber dafür kennt frau die Strecke aber auch besser. Und da ist er schon wieder, der Hang, der Hang der Hänge.

Habe eine gute Linie erwischt, komme gut über die Wellen und tuckere die ansteigende Steigung wier hinauf, leider zu langsam, denn ca. 3m unterhalb der Kuppe ist Schluss mit Motor, runter schalten kommt zu spät, merde…

Ich stoppe das Bike, probiere am Hang soviel halt zu bekommen, um den Motor anzukicken. Mit jedem Startversuch rutsch das Motorrad um 50cm weiter hinunter. Endlich, in der Zwischenzeit sind 2 Fahrer (a 20-30 sek) an mir vorbei , springt der Motor an!

Auf das Bike schwingen und mit dem ersten Gang hinauf geht dann ohne Probleme. Arrghh, wieso nicht gleich?  Es ist zum Verzweifeln. 🙁

Mein nächstes Bike bekommt einen e-Starter! 😉

Weiter gehts, irgendwo mitten drinnen fällt mir die GoPro ein, die ich auf einem geraderen Stück starte.

Gerade rechtzeitig, denn in der nächsten weiten Kurve gebe ich zu früh Gas und verliere mit dem Hinterrad die Haftung – Sturz.
OK, jetzt weiss ich wenigstens warum ich die Protektoren habe, das Shirt hängt in Fetzen herunter. Aber keine Zeit für das Aussehen, zurück auf die Maschine, anstarten (klappt gleich) und weiter.  So, schon der 2. Fehler heute.

Weiter gehts, es gilt Zeit aufzuholen, auch wenn die Hoffung nun schon sehr gering ist, wirklich besser zu werden.
Und so komme ich vollkommen ausgepumpt am Ziel an.  Zeit?  Noch unbekannt, klar ist aber, so gut wie ich es brauchen würde, ist sie sicher nicht, auch wenn einige Ettappen besser als gestern gelungen sind.

Naja, dann genieße ich wenigstens die Fahrt ins Tal, die traditionell auf der Rückseite (der unbekannten Seite) erfolgt. Der Kärcher Stand macht erst um 13:00 auf, so fahre ich dreckig weiter ins Camp.

Junior hat beschlossen keine 2. Runde zu fahren, er vertraut darauf, dass die Zeit so auch passt.  Er hat leicht lachen.

Wir fahren wieder hinunter nach Eisenerz, um dort wieder zu essen. Die Menschenmassen am Hauptweg sind heute schon richtig angeschwollen, es wird selbst mit den Motorrädern eng, durch das Gewimmel an Fußgängern, Radfahrern, Motorradfahrern, Autofahrern und Bussen weiter zu kommen. Und über all dem eine riesige Staubwolke, der Regeneffekt von gestern ist hier vollkommen verpufft.

Wir laben uns im Gasthof dabei fällt uns auf, dass sich wieder eine schwarze Wolke über die Berghänge schiebt. Eilig kehren wir zurück zum Zelt. Wir starten mit dem Einpacken unserer Gerätschaften, alles was wir nicht mehr benötigen wird schon verpackt und im Transporter verstaut. Und wirklich, pünktlich um 16:00 Uhr fängt es volle Wäsch zum Regnen und Hageln an. Der Trommelwirbel am Zelt ist ohrenbetäubend laut.  Irgendwann läßt aber auch der Regen etwas nach und so nutzen wir die Gelegenheit am Abend wieder ins Festzelt zu schauen, um die Ergebnisse sehen  (der Internet Empfang wird erfahrungsgemäß am Abend so schlecht, dass ich es ansosnten erst am Morgen erfahren würde)   Naja, wie erwartet: ca. 2 Minuten “verbessert”, aber gerade den 14. Platz damit gehalten. Damit liegen Junior und ich ca. 80 Plätze auseinander und er hat dieses Jahr den Familienwettbewerb gewonnen.

Da er mich Stück für Stück im Offroadfahren überholt, wäre das wahrscheinlich die letzte Chance gewesen hier ein wenig Terrain wieder gut zu machen, aber so: Vernichtend geschlagen

Da ich eigentlich vor habe nächstes Jahr nur als Guide am Berg zu arbeiten, wars das wohl mit einer Revanche.

Die halbe Nacht liege ich wach und beschäftige mich mit dem Gedanken, soll ich, soll ich nicht, soll ich, soll ….     😉

 

Erzbergrodeo, Tag 2

Erneut um 9:00 Tagwache. Zuerst frühstücken wir ganz gemütlich und dann machen wir uns langsam für das Rennen bereit.

Die Sonne scheint wie am Vortag glühend herunter, jede BEwegung wird zur Qual, deshalb füllen wir auch die Camelbags bis zum Rand an, damit wir wenigstens Wasser mit haben. LOs gehts, zum Vorstart. Aber, im Gegensatz zu den letzten Jahren, wo die Startnummernreihenfolge mehr oder weniger egal war, gibt es diesmal ganz strenge Regeln, außerdem gibt es Verzögerungen, d.h. aus unserem Startfeld um ca. 11:00 wird ganz sicher 12:00.

Ok, zurück zum Zelt und so schnell als möglich das Gewand herunterreisen. Ich bedaure die Ritter im Mittelalter, denn die hatten noch Metall auch am Körper. ABer trotzdem, Protektorenset, Trikot, Neck Brace und Helm sind wahrlich genug zum schwitzen. Profis fahren ja teilweise ohne all die Protektoren, aber dazu bin ich wohl zu ängstlich, oder zu wenig perfekt beim Fahren, oder beides? 😉

Na gut, eine Stunde warten, und um 11:30 sind wir wieder am Vorstart. Die Strenge waltet weiter, wir dürfen zwar in den Vorstartbereich, müssen aber zuschauen, wie Starter mit niedriger Startnummer links an uns vorbeigeleitet werden.

Endlich ist aber auch die 600er Reihe dran und jetzt dürfen wir endlich auch nach vorne.

Bei aller Freude, ich habe Mitleid mit den 7, oder 8-hunterter Startnummern vor uns,. Die stehen ja jetzt mindestens schon 1 1/2 Stunden in der Sonne und deren Warten ist noch nicht zu Ende.

Langsam quält sich die Schlange via Fahrzeugcheck und Startqueue nach vorne, und um ca. 12:15 bin ich dran. Junior ist ca. 10 Starter vor mir, damit fehlt mir eine Bezugsperson, aber was solls.

IMG_20160528_121146717Am Anfang die gewohnten langen Kurven am Publikum vorbei; nur nicht ganz blöd ausschauen; und dann in die ersten Schikanen, die von Jahr zu Jahr enger und unregelmäßiger werden. DIe Mischung aus dem feinen Steinmehl und den großen Steinen ind er Spur machen jede Kurve zum Abenteuer und dann kommt schon mein Hasshang, er fängt eigentlich schön parabolisch an, aber, aber nach 1500 vorfahrenden Crossbikes (Prolog und Rennen) ist der Einfahrtsbereich – der schon vorher nicht schön war – in mehrere Wellen unterteilt, links der Abgrund mit Großen Steinen und rechts der Hang mit ebenfalls Steinen.

Die Spurwahl und der Schwung sind essentiell. Und, obwohl ich das alles schon weiss, obwohl ich in unserer Lehmgrube auch steilere Hänge fahre, ich bleibe irgendwo mitten drinnen am rechten Rand hängen.

Umdrehen und zurück hinunter. Immer aufpassen, dass ich andere Fahrer nicht behindere. Umdrehen und nochmal. Arghh, schon wieder diesmal auf der linken Seite an einer Welle gescheitert und bevor ich in den Abgrund dort hinunterpurzle, nein, lieber Motorrad hinlegen, also nochmal hinunter. Schweißtreibend!!!

3. Anlauf und, warum nicht gleich????, perfekt nach oben und weiter im Prolog. (Im Kopf geht es jetzt die nächste Strecke: shit, shit, shit- den Lauf kannst vergessen, shit….) Kein Wunder, dass danach noch ein paar unrunde Sachen passieren. Im oberen Bereich gebe ich wirklich Vollgas der Lenker flattert, meine Nerven auch  😉
In Summe komme ich mit ca. 20 min am Ziel an, OMG. Junior steht dort natürlich schon ganz entspannt, seine Zeit liegt bei ca. 17 min.

Wenn ich nicht eh schon von oben bis unten mit Erzstaub bedeckt wäre, ich würde mir jetzt Asche aufs Haupt streuen.

Nur ganz kurz Zeit zum Verschnaufen und dann geht es mit dem Guide wieder hinunter vom Berg. Gleich zum Kärcher Stand und die Maschine vom Staub befreien und danach im Zelt das Gewand vom Körper reisen. Mit der Solardusche den ärgsten Staub entfernen und gleich halb feucht zurück zum Hauptplatz duschen. Danach geht es mir wieder besser. IMG_20160527_144451053Als “Belohnung” fahren wir hinunter nach Eisenerz, um beim Bräustüberl einzukehren, das wir schon im letzten Jahr schätzen gelernt haben.

Wie gewohnt gute Küche und die Preise sind dort auch moderater, als oben am Berg. Zusätzlich sponsern wir die Gegend und die likale Gastronomie, die während des restlichen Jahr sowieso nur wenig Highlights hat.

Ich weiss nicht, ob die Statistik noch stimmt, aber vor Jahren war Eisenerz die Stadt in Österreich mit dem ältesten Altersdurchschnitt. Wer jung ist schaut offensichtlich, dass er von dort weg kommt. :-/

Danach zurück zum Zelt, verloren gegangene Schrauben ersetzen (und, ja, ich habe vor dem Rennen alle Schrauben noch einmal gecheckt -2014 habe ich ja beinahe den vorderen Bremssattel während des Rennens verloren) und alle Schrauben noch einmal checken und bei Bedarf nachziehen. Die 13km Rüttelpiste fordern einfach ihren Tribut, wie es scheint.
Ein wenig Statistik aus dem GPS: Fahrzeit ca. 20 min (da geht natürlich noch was), ca. 760 Höhenmeter, Strecke 13,5 km, Höchstgeschwindigkeit 102 km/h

Wir lesen in unseren Büchern (bei mir Robert Sawyers neues Quantum NIght, so wie alle seine Bücher, sehr gut geschrieben, sehr gut recherchiert, ein wenig US-Amerika feindlich – er ist Kanadier ;-), auf jeden Fall ein Buch das nur schwer wegzulegen ist) um ein wenig herunter zu kommen, und der Blick nach oben zeigt ein interessantes Bild:

DSC_2424Da scheint sich etwas zusammen zu brauen, und tatsächlich, 1 Stunde später bricht die Sinnflut aus. Regen von oben, Wasser von unten, offensichtlich steht unser Zelt in der Rinne die das künstliche Plateau des Camps als Ablauf hat, der hanze Zeltboden hebt sich auf Grund des Wassers, dass unterhalb läuft, wir wechseln in das Vorzelt und beginnen einen Graben vor dem Zelt zu ziehen, damit das Wasser wo anders durchläuft. Unsere Ital. Nachbarn kommen uns zur Hilfe und mit vereinten Spaten schaffen wir es das Wasser um das Zelt umzuleiten. Wir sind nass, das Zelt ist nass, der Vorplatz steht unter Wasser, doch endlich hört es zum Regnen auf.

Gerade rechtzeitig, denn in wenigen Minuten geht der Sturm auf Eisenerz los.

Diesmal habe ich an eine Verkleidung gedacht: Mein EMP Outfit das ich tragen werde schaut ca. so aus: 123132a2 215109a-emp

 

 

Zusätzlich habe ich am schwarz/weißen Helm einen dunkelrosa Schal befestigt:

Schalder jetzt flott hinter mir herflattert.

Da der Regen gestoppt hat kommt kein Regenschutz (extra in transparent besorgt) darüber und so flattere ich der Kolonne nach.

Viel Rauch und Lärm – wie es sich gehört – produziert. Auch Wheelie probiert – für was habe ich ein Jahr lang geübt – , aber die Straßen sind schmierig und nass, dass ist das Risiko nicht wert. Nach einem Versuch gebe ich auf. und betätige mich einfach als Lärmmacher 😉

 

Diesmal gibt es nach dem Sturm keine gemeinsame Aufstellung, also zurück zum Zelt um endlich ein wenig Ordnung in das Regenchaos zu bringen. Sachen zum Trocknen aufhängen, Gräben vertiefen, wärmeres Gewand anziehen, etc….

Danach zum Festzelt, Ergebnisse anschauen (OMG; tatsächlich, kein Traum) und frustiert schlafen gehen, jetzt wäre Alkohol trinken vielleicht eine gute Idee  😉
In der Nacht regnet es noch einmal heftig, aber ich vertraue auf die gezogenen Gräben und schlafe ruhig weiter.

Erzbergrodeo Tag 1

Es ist Donnerstag, die Nacht war lang und deshalb bewegen wir uns erst um 9:00 aus dem Zelt. IMG_20160526_091102661draussen ist schon viel los, neue Teilnehmer mit Familie und Begleiter kommen noch immer an, der Platz wird immer enger und enger. Gut, dass wir schon gestern unseren Claim abgesteckt haben.

Die Kombination aus den beiden Zelten + Transporter als Werkstätte passt sehr gut in das Fleckchen Erzschutt, dass wir für uns erobert haben. 😉

Die Aussicht ist ein wenig eingeschränkt, aber nichts desto trotz stimmulierend

Uns gegenüber ein Starter aus Lans (von dort habe ich vor langer Zeit die SX 125 geholt) der sich mit seiner “Boxencrew” sehr um seine EXC bemüht, neben uns eine Familie aus Thüringen mit einer GasGas und hinter uns eine Gruppe von Italienern, die teilweise mit Motorrad angereist sind.

Multikulti also.

Wir frühstücken in Ruhe unser mitgebrachtes Essen, um dann zu einer Tour zum Hauptplatz des Erzbergrodeos aufzubrechen.  Unser erster Weg führt uns traditionell zum Shop vom Erzberg Merchandising, um die Fahrershirts abzuholen. Sabine (unsere Nachbarin in Wien) ist ebenfalls schon am Stand und,  so wie immer, belagert von Interessenten, die T-SHirts, Kappen, etc.. ergattern wollen.  Nach einem kurzen Gespräch und einem kurzen Shopping Erlebnis, geht es weiter in das Rennbüro,  um uns Klarheit über diese neue Regel, bzgl. Nachtfahrverbot, zu beschaffen.
Alles Bull shit, wie erwartet ein Mißverständnis seitens des Security Guys. Hmpf… mir tun die Füsse immer noch von der nächtlichen Wanderung weh…, egal wir schlendern weiter durch die Stände, überlegen uns eine art Menüplan für die nächsten Tage und begutachten auch die neue Endurocross Strecke zwischen den ebenfalls neuen Tribünen.  IMG_20160526_121922811Nicht nur der Berg verändert sich von Jahr zu Jahr.

Es ist beeindruckend diese Masse an Leuten (allein ca. 4000-6000 Starter inkl. Begleitpersonen und Familien) Tag für Tag zu bespassen und zu versorgen. Wobei sich der EIndruck nicht ganz vermeiden lässt, dass sich die Hälfte der Teilnehmer über die Tage nur mit Gerstenwasser ernährt. Also unbewußt voll Biologisch und Vegetarisch  ;-).
Trotzdem ist vieles vom Wilden, Ursprünglichen des Rodeos Stück für Stück verloren gegangen, aber die gemischten Mobil-WC gegen die in diesem Jahr neuen Event WC (anhänger) tausche ich unter dem o.a. Aspekt gerne.

Und, es gibt immer noch genug Irre am Berg, soviel ist sicher.  🙂

Wir streifen dann auch noch durch die diversen Fahrerlager,  ob wir noch einen Bekannten finden, aber in der Masse an Zelten beinahe unmöglich. Aber immerhin finden wir in der Nähe unseres Zelts dann doch noch unsere Nachbarn aus dem letzten Jahr, auch Sie sind wieder vollständig zum Event angereist.

Die ganze Zeit über findet das Kärcher Rocket Ride statt. Da wir vom Zelt einen guten Blick auf den Zielbogen haben, müssen wir uns von Maschine und kühlen Getränken nicht wegbewegen. Einziger Troublemaker, unser Stromaggregat. Irgendwie funktioniert der 12 V Ausgang nicht, damit werden die Hälfte aller Kabel die wir mitgenommen haben, schlagartig obsolet, aber wir habe so viel Redundanz  mit, es sollte uns auch so möglich sein GoPro, Handies, Tablett, Kamera, Lautsprecher, Kühlschrank, etc.. immer geladen zu bekommen.  Beim Aufzählen der Liste fällt mir wieder wild und ursprünglich ein..   😉    Das nächste Jahr nehme ich wieder das Solarpanel mit, wetten, dass es da nur regnet oder schneit?

Apropo Wetter, es ist heiß, sehr heiß. Kein Luftzug und keine Wolke ist mittlerweile am Himmel. Was liegt daher näher als uns eine Pizaa am Hauptplatz zu besorgen und diese in der Sonne zu verspeisen?

Danach wird es Zeit sich für die Prolog Testfahrt fertig zu machen. Da es erfahrungsgemäß sowieso nur im Schritttempo geht, können wir uns ruhig Zeit lassen. IMG_20160526_145911953Trotzdem kommen wir irgendwo in der Mitte der Schlange zum stehen. Und von dort geht es langsame, heiße 13 km bergauf. und danach wieder herunter. In Summe 1 1/2 Stunden unterwegs. Gut, dass wir die Solardusche in Betrieb genommen haben, damit bekommen wir den Staub aus Gesicht und und den Schweiß von der Haut.

Danach schnappen wir uns den Sonnenschirm und unsere Sessel und machen uns auf den Weg zum Paddock Rand, von dem aus wir einen guten Überblick über die Trasse des Rocket Ride und dem Startbereich haben.  Wir sind mittlweile bei den FInalläufen angelangt und sehen daher die Fahrer in Gruppen starten.

 

Video vom Lauf  

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Video-Link: https://youtu.be/3nbQPY23RqY

Mittlerweile wird es dunkel und wir machen uns auf ins Festzelt wo die Siegerehrung für den Rocket Ride und die Fahrerbesprechung für den morgigen Prolog stattfindet. Es gibt die traditionelle Siegerprämie – einen Stein – für alle Gewinner  am Ride und die Fahrerbesprechung findet auch wie gewohnt statt.  Dazwischen immer wieder Filmclips aus der Red Bull Sportswelt. Beeindruckende Videos in einer perfekten Qualität, unglaublich.

Danach steigt die Party!

Nachdem wir beide keinen Alkohol drinken, ist es schon sehr bald ein wenig peinlich und damit brechen wir in Richtung Zelt auf.

Mein neuer Scheinwerfer bewährt sich, so gut ausgeleuchtet hatte ich den Weg noch nie.  Die Nacht verläuft erwartungsgemäß schon ein wenig unruhiger, aber das gehört dazu.  😉

Erzbergrodeo Anreisetag

Um 14 Uhr begann das Einladen des Transporters, eine lange Liste von 165 Gegenständen stand auf meiner Packliste.

Das alles sicher und wieder auffindbar zu verstauen war die erste Herausforderung der Tage die noch folgen sollten.

Um ca. 15:30 waren wirklich alle Teile verstaut und ich machte mich auf nach Mödling, um Junior von der HTL abzuholen.

Am Weg zur Autobahn füllten wir noch den Tank und die Kanister an und besorgten uns im Supermarkt noch Getränke und Basisessen.

Und ab auf die Autobahn…

Einige Baustellen, einem Essensstop und viele Kilometer später kamen wir ca. um 19:00 in Eisenerz an.

Vorteil der späten Anreise: Keine Schlange an der Zufahrtskasse.  IMG_20160526_080822704

Nachteil:  Der Family Paddock ist bereits überfüllt??

IMG_20160526_080633449_HDRWir zwängen uns zwischen italienische und deutsche Busse und finden so noch gerade genug Platz für unser Zelt und den Transporter.

Beim Auspacken dann die unangenehme Überraschung: Zeltdach ist da, aber wo sind die Zeltplanen? OMG -> zu Hause??

Ein Anruf zu Hause bestätigt die Vermutung, die Planen sind noch zu Hause. Mein Ältester erklärt sich bereit die Planen nach zubringen, wir richten in der Zwischenzeit den Zeltboden her, und machen uns auf zur Registrierung im Rennbüro und der danach folgenden technischen Abnahme.

Ganze 4 Minuten vor der Deadline sind wir auch damit fertig und fahren zurück zum “Zelt”. Da erinnert uns daran, dass da doch noch etwas fehlt.

Ein kurzer Check mit Junior , es wird noch ca. 1 1/2 Stunden dauern bis er da ist. Also bauen wir das Innenleben des Zelts auf und machen es uns den Umständen entsprechend gemütlich.

21:20, Anruf von Junior, er ist gerade von der Autobahn ab. Nun, dann wird es Zeit ihm nach Eisenerz entgegen zu fahren.

Schnell die Frontlampe auf der EXC montiert, damit wir ihm bis zum Ortsbeginn entgegen fahren können, aber denkste!  ohne Nummerntafel keine Fahrt mit dem Motorrad nach 20Uhr, wtf?
Letztes Jahr gab es das noch nicht! Die Security ist gnadenlos, so bleibt uns nichts anderes übrig, als die Motorräder zurück zum Zelt zu bringen und zu Fuss den Weg in Angriff zu nehmen. (Am nächsten Tag stellt sich dann heraus, dass es tatsächlich eine Fehlinterpretation der Security war  :-/  )

Mit hängender Zunge kommen wir in Eisenerz an, Junior ist mittlerweile auch schon da. Da weder er, noch wir etwas gegessen haben, kehren wir am Eck noch in das Eisenerzer Stüberl ein. Die Essensauswahl ist auf Grund der Tageszeit ein wenig eingeschränkt, aber es schmeckt sehr gut.

Junior bringt uns dann noch bis zum Hintereingang zum Erzberggebiet, damit ersparen wir uns zumindestens das überqueren der Kuppe und kommen so relativ rasch wieder zurück zum Stellplatz. Da es mittlerweile 23:30 ist bauen wir leise das Zelt fertig und legen uns nach einer Katzenwäsche schnell schlafen. Die Nacht ist kühl aber es ist ruhig und damit verläuft der Schlaf relativ ungestört.

Ungewöhnlich für das EBR wie wir wissen: IMG_20160530_093049 😉

Juniors letzte Trainingsrunde

Letzte Woche haben wir bei der Husaberg ein Gabelservice gemacht. Leider stellte sich am Samstag bei unserer letzten Trainingsrunde heraus, dass das Setting viel zu hart war. So fiel für ihn das Training fast komplett aus. 🙁
Danach haben wir die Gabeleinstellung überarbeitet, nur leider kann man in Wien nicht so einfach die Einstellung einer Enduro testen 😉
Deshalb holte ich ihn heute um 5 von der Schule ab und ab ging es nach Wöllersdorf. 20min bevor die Strecke schließt (18:00) kamen wir an und entluden schnell die Husaberg.
Junior hatte sich im Bus bereits umgezogen und so sauste er 10 Minuten lang die Strecke entlang.


Danach war er richtig Happy, die Einstellung war perfekt. Dann kam die Husky zurück in den Transporter und wir fuhren vom Gelände, gerade rechtzeitig bevor geschlossen wurde 😉

Letzte Trainingsrunde

Letzte Gelegenheit um die Reflexe zu trainineren.

Da Junior diesmal ausfiel, einfach ein rennen gegen mich selbst gefahren. Wie es ausgeht? Einfach anschauen 😉

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://youtu.be/CQIVSDVzwhM

 
Das kleine Bild ist von heute.

Noch 4 Tage bis zum EBR, ich bin bereit 😉

Gabelservice

Das war jetzt nicht so geplant.
Eigentlich wollten wir als alternatives Training einfach ein paar Schotterwege unsicher machen.
Nachdem das in Wien ja nicht geht, müssen wir wohl oder übel zuerst mit dem Transporter zuerst zu uns aufs Land düsen und dann dort eine schnelle Trainingsrunde drehen.
Eigentlich.
Was wurde es stattdessen? Ein unfreiwilliges Gabelservice bei der Husaberg. 🙁IMG_20160515_160950402_HDR
Der Boden im Transporter war nämlich voller Öl und der Verursacher auch schnell gefunden: Die rechte Gabel der Husaberg war so richtig undicht.
Also Motorrad ausladen, Gabel ausbauen, Leck beseitigen und Gabelöl nachgefüllt.
Danach wieder montieren und prompt fängt es zu regnen an.
Merde….

ERB Trainingskonditionen, top

ohne Worte

IMG_0195

🙁
2 Wochen bis zum EBR, alle MX Strecken gesperrt, na super

IFRD

Der IFRD, der internationale female riding day, ist ein sich jährlich wiederholender Event,  der am ersten Samstag im Mai stattfindet.

Dieses Jahr war das 10 jährige Jubiläum, und, natürlich, sind wir dabei 🙂

IMG_0165Ich traf mich mit Su um 9 Uhr in Wien, die Motorräder waren vollgetankt, und damit ging unser Versys Waldviertel Trip auch schon los.

IMG_0171

 

 

 

 

 

 

Die Tour begann mit dem Marchfeld, nicht das beste Motorrad Gebiet – viel zu lange gerade Strecken am Start –  aber  als Ausgangspunkt nach dem hügeligen Norden  OK.

Wir fuhren ab Lassee nach Norden entlang der slowakischen Grenze.
In Hohenau an der March, gleich beim ersten Kreisverkehr, ist es dann passiert:

Mein Hinterrad verlor auf einem winzigen Ölfleck die Haftung und das Motorrad vollzog eine 180° Wendung und platsch.. da lagen wir.

Außer meinem Stolz ist, dank der Protektoren, nichts wirklich verletzt und beschädigt und weiter gehts….

 

ValticeDCIM100GOPROG0050366.Weiter geht es danach an der tschechischen Grenze und bei Schrattendorf wechselten wir hinüber nach Tschechien und fuhren via Valtice ->

 

 

 

 

weiter nach  Lednice, das Ziel unserer heutigen Fahrt.

In Lednice angekommen war es gar nicht so einfach einen Parkplatz zu finden. Es gab genug (kostenpflichtige) Autoparkplätze, aber keine Bereiche für Motorräder und ganz Lednice ist eine Fahr- und Parkverbotszone. Aber schließlich fanden wir eine Lücke für unsere beiden Motorräder. 🙂   Das Schloss von Lednice und der umgebende Park sind eine wahre Pracht. Am besten zu beschreiben als Mix aus Grafenegg und Laxenburg.

 

 

Auf den Bildern kann man sehr gut unsere  kurze Runde rund um das Schloss sehen. Aber wir konnten uns nicht viel länger aufhalten, da noch ein “paar” Kilometer vor uns lagen.

MikulovWir fuhren jetzt weiter nach Mikoluv, in der Nähe der österreichsichen Grenze.

Es ist ein Ort mit einer wunderschönen Altstadt der schon seit Jahren  herausgeputzt und liebevoll renoviert wird.

Aber auch dort gab es quasi nur ein drive by und es ging schon wieder weiter.

 

 

IMG_0166Kurz danach querten wir auf einer Schotterstraße die Grenze wieder zurück nach Österreich, wo wir diesen wunderhübschen Kellerberg fanden.

Der Galgenberg   Österreichs schönste Kellergasse 2013  😉

Es war schon Zeit für ein spätes Mittagessen, das wir im Nahen Ort bei einem Stopp eingenommen haben. Am Galgenberg selbst war leider nichts offen.  Kurz darauf ging es auch schon weiter nach Süden.

 

 

DCIM100GOPROG0300478.Wir fuhren bergauf und bergab durch die gelb gesprenkelte Hügellandschaft zurück nach Korneuburg

 

DCIM100GOPROG0310479.

Bis wir wieder bei der Donau ankamen.

Mit der Fähre ging es über die Donau.
Perfektes Timing, sie war gerade am Ablegen, und so gehörte die ganze Fähre uns allein.IMG_0174

IMG_0177Über den Fluss

 

 
Weiter ging es durch den Wienerwald, als wir in einer Kurve von einem jungen Motorradfahrer gestoppt wurden.

IMG_0180Er war in der Kurve am Streusplit  ins Rutschen gekommen und mitsamt seiner Maschine im Straßengraben gelandet. Gott sei Dank, war ihm nichts schlimmes passiert, er war “nur” ein wenig  geschockt.

Wir gaben ihm Wasser zu trinken und mit vereinten Kräften holten wir die Maschine aus dem Graben und verfrachteten sie auf einen sicheren Platz.

IMG_0178Die Maschine war leider ordentlich beschädigt, die Felge gebrochen, der vordere Bremsflüssigkeitsbehälter abgebrochen, die Verkleidung gebrochen. Aber in Summe nichts, was nicht repariert werden kann.

Wir warteten ab, bis er den Öamtc erreicht hat und brachten ihn dann zum nächsten Gasthof, wo er die Abholung  abwarten konnte.

 

W4tel TourFür uns ging es dann nur noch ein paar Kilomter über Mauerbach nach Wien.
Nach  11 Stunden war unsere Tour damit am Ende.

Es war eine wunderschöne Tour, in netter Begleitung, ideales Wetter.
In Summe einfach perfekt  🙂

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