Versya

Mein schräges Leben

Schlagwort: Rally

Morgen am Strand, Abend in Masuren, Anreise Wima Rally 2017, Tag 3

Um 8:30 Frühstück!

Diese Nachricht hat uns schon gestern erschüttert. Wie sollen wir denn den Tag nützen, wenn das Frühstück so spät beginnt?

Da wir uns mittlerweile an das frühe Aufstehen gewohnt haben, sind wir natürlich viel zu früh wach.

Ein kurzer Check genügt, um zu testen, ob unser Gewand trocken genug zum Einpacken ist und so verstauen wir alles nicht mehr benötigte in den Taschen.
Aber, da wir die nächsten Stunden! nicht mit Warten auf das Frühstück verbringen wollen, nutzen wir die Zeit bis dahin, um das alte Kahlberg und die Ostseeküste näher zu erkunden.

(In der Pension Lotus gab es am Gang auch viele schwarz weiß Fotos aus der Epoche vor dem 1. Weltkrieg)

Nur ein kleiner Anstieg vom Hotel ist nötig, um den Grat der Nehrung zu erreichen, und dort befindet sich der ursprüngliche Ortskern.

 

Seinen architektonischen Ursprung hat es definitiv in Deutschland. Verbliebene Häuser und das kleine Franziskanerkloster erinnern an diese Vergangenheit sehr nachdrücklich und versetzen uns in eine andere Zeit. Die nachfolgenden Epochen haben erst etwas außerhalb ihre Spuren hinterlassen und sind gemischt, was ihren Bauzustand und architektonische Qualität betrifft. 😉

 

Der alte Ortskern ist relativ klein und so führt uns der weitere Weg die Rampe hinunter zum Sandstrand der Ostseeküste der um diese Tageszeit beinahe leer und verlassen vor uns liegt. Nur ein paar Jogger sind außer uns noch unterwegs.
Der Sand ist noch kühl vom Regen und so ziehen wir uns die Schuhe aus, um ein Stück am Meer entlang zu schlendern. Dazwischen stoßen wir auf eine Sandburg mit Dimensionen, die ganze Personen verschlucken könnten. Renate verschwindet fast in den Mauern. Das Wasser fühlt sich frisch an und lädt so gar nicht zu einem tieferen Eintauchen ein. Dass wir aber trotz allem einen wunderbaren Tag an der Ostsee haben, merken wir erst bei unserer zweiten Begegnung, aber das wissen wir noch nicht.

 

Da Kahlberg (Krynica Morska) auch einen roten Leuchtturm als Wahrzeichen hat, machen wir uns auf die Suche nach ihm. Wir müssen eine Weile die Küstenlinie absuchen bis wir ihn hinter den Baumwipfeln ausmachen können.

Durch einen, größtenteils aus neuen Luxusappartements bestehenden, Ortsteil gehen wir wieder bergauf, und tatsächlich da steht er in seiner ganzen roten Pracht.

Leider ist der Zugang verschlossen, so können wir ihm nur am Fuss umrunden und uns die Aussicht von oben ausmalen. Daneben gibt es auf einer Tafel Erläuterungen zum Turm, aber leider nur auf Polnisch, und damit könnte er auch genauso gut in Keilschrift verfasst sein. Lesen können wir weder das Eine, noch das Andere.

 

Mittlerweile ist die Zeit schon so weit fortgeschritten, dass wir uns zurück auf den Weg in unsere Pension machen. Dort wartet auch bereits eine Gruppe deutscher Touristen auf den Einlass (der nur vom Garten her möglich ist, seltsame Konstruktion). Die Türe wird kurz darauf, von den beiden jungen Mädels von gestern, aufgesperrt und wir entdecken ein wahrhaft üppiges Frühstücksbuffet. Die Kritiken auf booking.com, die auf diesen Umstand hinweisen, haben nicht gelogen, omg! Gut, dass wir bereits unseren Appetit durch den Spaziergang angeregt haben, so können wir den vielen aufgetischten Köstlichkeiten hemmungslos zusprechen.

Später, ächzen wir uns die Stiegen hinauf zu unserem Zimmer, um uns in die – komischerweise irgendwie eng anfühlende – Motorrad Montur zu zwängen.

Das Beladen der Maschinen geht dafür umso zügiger von statten, langsam haben wir ja Routine darin, das Gepäck am Motorrad zu verstauen.

 

Nun geht es zuerst den gestrigen Weg ein Stück zurück, um dann weiter den Verlauf des Haffs in Richtung Elblag zu folgen. Dort überqueren wir, nach einem kurzen Fotostop, den Kanal um diesen über eine kurze Strecke zu folgen. Die Besonderheit des Kanals ist, dass er in seinem Verlauf fast 90 Höhenmeter überwindet, das aber nicht mit Schleusen, sondern mit einem Eisenbahn bzw. Gondel ähnlichen Schienensystem durchführt, das mittels Transportwagen, die Schiffe auf den nächsten Hügel bringt 😉

Spätestens jetzt sind wir in Masuren.

 

Ja, Masuren! Wir hatten schon zu Hause viel über diese größtenteils noch unverbrauchte Gegend gelesen und waren natürlich sehr gespannt darauf, ob die vollmundigen Erzählungen auch zutreffen würden. Die Beschreibungen von weiten Ackerflächen, vielen Seen und Waldstücke sowie kleinen Ortschaften ist sehr zutreffend. In einen gewissen Sinn, ist es das Niederösterreichische Waldviertel vor ca. 60 Jahren mit nur noch weniger Menschen.

Besonders markant sind die vielen alten Alleen, die die engen Straßen säumen. Diese sind meistens durch die hohen Alleebäume, oben geschlossen. LKW’s dürfen nur reduzierte Geschwindigkeiten fahren, da ansonsten die Allee zu sehr beschädigt wird.

So bewegen wir uns durch die leicht hügelige, immer wieder von Waldstücken und Seen unterbrochene Gegend. Immer wieder taucht unvermittelt eine kleine Ortschaft auf und wir bewegen uns gemütlich von West nach Ost, bevorzugt auf den kleinen, nieder rangingen Straßen. So kommen wir nach Elblag und weiter über Orneta, Dobre Miasto, Rezel, Swieta Lipka (Wallfahrtskirche Heilige Linde) bis kurz vor Ketrzyn .

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Video-Link: https://youtu.be/zQxTc97_RWQ

Immer wieder bleiben wir kurz für Fotos stehen, die vielen Ziegelbauten scheinen aus einer anderen Zeit und Kultur zu sein. Ab ca. 13 Uhr tritt ein, was wir bereits bei der Abfahrt an der Nehrung befürchtet haben, aber bis jetzt hinaus zögern konnten, es beginnt zu regnen.
Gut, dass wir unser Regenübergewand griffbereit haben, denn bis auf kurze Unterbrechungen bleibt uns der Regen für heute treu und sorgt für ein angenehm kühles, aber leider auch feuchtes Masuren.

Nach Ketrzyn, auch bekannt durch die in der Nähe liegende Bunkeranlage Wolfsschanze, wird der Regen so heftig, dass wir froh sind als nächsten Ort Gizycko (Lötzen) auf unserer Route zu haben, und damit das Ende unserer heutigen Strecke.

Wir retten uns durch mehrere Zentimeter hohe Wasserlacken in das Hotel Masury, dass uns mit einem großen geräumigen Zimmer im 2. Stock empfängt. Blick auf unsere im Hof abgestellten Motorräder inklusive.

Wir hängen unser feuchtes Regengewand zum Trocknen auf, und schon schaut es im Zimmer gemütlich chaotisch aus, nur gut, dass es wirklich groß ist.

Danach checken wir die letzten Chat Nachrichten und erfahren auf diesem Weg, dass unser 2. Trupp in starken Regen geraten ist und deshalb in einem Hotel in Gizycko abgestiegen ist. Moment, Gizycko?

Auf unsere Nachfrage wird uns das bestätigt, das Hotel (St. Bruno) liegt ca. 1,4 km entfernt und wir vereinbaren ein Treffen am Kanal, damit wir uns ein gemeinsames Lokal für einen Plausch suchen können.

Der Regen hat mittlerweile etwas nachgelassen, wir brechen daher zu Fuß auf, um uns unsere Beine zu vertreten. Der Anmarsch durch das Kasernen und Industriegebiet ist etwas trostlos, wobei der Regen ganz sicher auch einen Teil dazu beiträgt.

Am Kanal eingetroffen kommen wir gerade noch über die Brücke, bevor diese gesperrt wird, da sie für die Durchfahrt von mehreren Booten geschwenkt wird.

Der Drehmechanismus wird tatsächlich noch per Hand mit einem ca. 2m langen Hebel bedient. Später lesen wir nach, dass kurzzeitig versucht wurde den Mechanismus mit Motoren zu betreiben, aber durch die Stärke der Motoren wurde die alte Mechanik der Brücke beschädigt. Danach wurde wieder auf Handbetrieb umgestellt.

Alle 2 Stunden wird diese nun geöffnet, um den Bootsverkehr zwischen den zwei angrenzenden Seen zu ermöglichen.

 

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Video-Link: https://youtu.be/wYXpKBhbDIA

Die zweite Sehenswürdigkeit wäre die Festung Boyen gewesen. Die am besten erhaltene Festung in Masuren, aber die Besichtigung fällt leider ins sprichwörtliche Wasser.

An der Brücke treffen wir auf die CH.AT Truppe und lassen uns gleich neben der Brücke in der Pizzeria Mariza nieder. Die Wahl stellt sich leider nicht als die Beste heraus, sowohl Geschwindigkeit, als auch Qualität der Speisen sind aus unserer Sicht eher mittelmäßig. (Damit greifen wir zum ersten, aber auch zum letzten, Mal im Laufe unserer Fahrt daneben)

Aber eigentlich egal, wir plaudern, tauschen uns aus und die Zeit vergeht im Flug. Bevor es dunkel wird (hihi, wird es ja erst ab 22:00) sind wir wieder in unserem Hotel zurück, um die Routenplanung für Morgen abzustimmen und für mich gibt es auch noch weitere Seiten im Tagebuch zu befüllen.

 

Anreise Wima Rally 2017 Tag 1

Wohin fährt Theo? Und wohin fahren wir? Richtig! Nach Lodz!
Warum fahren wir dort hin? Die Wima-Rally 2017 findet in Estland statt, wir sind dabei und wollen am Weg dorthin so viele Eindrücke als möglich sammeln.

Die letzten Tage waren einfach nur noch Stress. Dienstreisen, Abnahmen ich hatte erst gestern Abend die Zeit zum Packen und mir für die kommenden Tagesabschnitte die Routenkarten im Detail auszudrucken.
Am Sonntag  hatte ich  auch noch das Tankschloss komplett ausgebaut und ein neues eingebaut, denn  das Aufsperren wurde immer schwieriger und in Estland ohne funktionierendes Tankschloss will ich auch nicht herumstehen.
Für die Verkleidung wurde eine fehlende Befestigungsniete endlich geliefert, aber hier war wenigstens die Montage ein Klacks. So, es kann nun wirklich losgehen.

 

Heute ist es noch kühl und die ersten Sonnenstrahlen blitzen durch die Baumwipfel, als ich mit meinem Hund eine letzte Abschiedsrunde durch den Park drehe.
Die nächsten 2 ½ Wochen wird sich der Rest der Familie um ihn kümmern  müssen, denn schon in 30 Minuten beginnt das große Abenteuer der Anreise zur Wima Rally 2017 in Estland.
Su und ich treffen sich wie üblich am grünen Berg, um dann gemeinsam nach Hochleithen zu fahren, wo auch Renate zu uns stoßen wird.
Su ist eine Minute nach mir am Treffpunkt, aufgetankt sind beide Maschinen, daher fahren wir auch gleich wieder weiter.
Unsere beiden Versys sind mit den Seitenkoffern und Tankrucksack bestückt und darüber hinaus mit Topcase bzw. Hecktasche noch um Stauraum erweitert.
Es ist jedes Mal die interessante Herausforderung, Wetter und Rahmenbedingungen abzuschätzen, und auf dieser Basis die tatsächlich benötigten Kleidungsstücke und Utensilien abzuschätzen. Hoffentlich liege ich mit meiner Auswahl richtig.

Meine Vorgehensweise war folgende:
Zuerst alles am Bett ausbreiten und gleich die unnötige Teile wieder entfernen. Dann die erst später, oder nur im Notfall, benutzte Gegenstände in den linken Seitenkoffer.
Das Gewand und regelmäßig genutzte Gegenstände in den leichter zugänglichen (rechten) Seitenkoffer. In die Hecktasche kommen normalerweise Schlafsack, Schlafmatte und sonstige Campingutensilien, aber diesmal: Die Flaggen für die nationalen Wima Präsidentinnen, sowie Sticker und Pins für die Teilnehmer der Rally. Auch unsere Flaggen für die Parade sind hier verstaut. Für den Rückweg werde ich sie für meine Souvenirs verwenden. Damit sie nicht leer zurückkehrt, die Ärmste 😉

In Hochleithen angekommen ist Renate schon da, sie hat tatsächlich die Duke 390 gewählt und so sitzt sie die nächsten 2500 km eingekeilt zwischen Tankrucksack, Hecktasche und Gepäckrolle auf den dünnen Sitz, bewundernswert so spartanisch zu reisen.
So bleibt es uns nur noch ein Foto von uns Drei hübschen zu machen und die Fahrt ins große Abenteuer beginnt.
Für die erste Etappe – ins polnische Lodz – beschränken wir uns rein auf Schnellstraßen und Autobahnen, lt. Plan ist es auch die längste Tagesetappe, mit ca. 650km sollten wir unser Ziel am Abend erreichen.

Das Wetter ist uns hold und so fahren wir ohne große Hindernisse über die A1 bis kurz vor Ostrava, wo wir das erste Mal tanken. In unserem Fall gibt die Duke die Tankabschnitte vor, die Versys schafft ja fast 400km bei gemäßigter Gangart und schneller sind wir nicht, bei Gruppenfahrten.
Natürlich nutzen wir diese Stopps auch für WC Besuche und wir tanken in solchen Fällen auch gleich mit.
Su und ich teilen sich immer eine Tanksäule, so alternieren wir die Zahlung und müssen nicht viel rechnen.
Der Grenzübergang zwischen CZ und PL ist die relativ neue Autobahn (Auch A1), offensichtlich wurde hier einfach durchgebaut, nur ein paar Schilder am Straßenrand weisen auf den Grenzübergang hin, und schon sind wir in Polen.
Auch hier geht es vorerst ohne besondere Vorkommnisse weiter, die Autobahn wird aber recht schnell zu einer Art Schnellstraße mit Ampelkreuzungen. Manchmal gelingt es, uns mit den beladenen Maschinen nach vorne zu schummeln, manchmal müssen wir einfach auf die Grünphasen warten, damit es wieder weiter geht.
In Czestochowa existiert noch keine Umfahrung (die ist gerade in Bau und verursacht damit noch mehr Stau), daher müssen wir uns mit den Automassen durch die Stadt quälen. Danach geht es noch eine Weile mit demselben Schnellstraßensystem weiter, bis sich plötzlich ab ca. Kamiensk wieder eine vollwertige Autobahn vor uns auftut.

Natürlich müssen wir auch wieder tanken und so füllen wir im „same procedure as every  tank stop“ wieder unsere Tanks auf.
Lodz! Lodz begegnet uns schon sehr viel früher als erwartet auf den Hinweisschildern. Schon nach Piotrkow kann über die S12, dann über die S8, die S91, und dazwischen gibt es noch kleinere Abfahrten, Lodz als Ziel erreicht werden?
Bitte, wie groß ist denn diese Stadt? Endlich kommt die erlösende Lodz Centrum Ausfahrt und diese nehmen wir, nur um beim ersten Kreisverkehr gleich falsch abzubiegen. Jetzt könnte frau vermuten, dass nach so vielen Abzweigungen nach Lodz, eine alternative Anfahrtsroute existiert. Dass war zumindest unsere Hoffnung, nach dem wir den Fehler bemerkt hatten, aber es hat fast 10km gedauert bis wieder eine Möglichkeit bestand, Richtung Lodz zu schwenken und Ziel auf unser Hotel zu nehmen.

Dieses hatten wir, auf Grund des guten Fortschritts schon am Nachmittag, unterwegs, mit Hilfe von booking.com, reserviert und wir wurden nicht enttäuscht. In einem adaptierten alten Fabrikgebäude untergebracht bietet das Hotel Focus neu eingerichtete Räume, die auch viel Platz zur Verfügung stellen, eine gut ausgebaute Wlan Infrastruktur (wichtig, um die daheim gebliebenen am Stand der Dinge zu halten), einen abgesperrten Parkplatz, Herz was willst Du mehr.

Die Rezeptionsdame war von der geballten Weiblichkeit in Motorradkluft und Gepäck ein wenig irritiert, aber sobald sie sich gefangen hatte ging alles problemlos von statten

Nach dem wir uns eingerichtet hatten  – Fotos vom Zimmer danach werden wohlweislich nicht abgebildet 🙄 – beschlossen wir per Straßenbahn ins Zentrum zu fahren, um auch ein wenig zu essen. Denn bis zu diesem Zeitpunkt waren Müsli Riegel unsere einzige Nahrung, die mit viel Flüssigkeit ergänzt wurde – natürlich Alkohol frei.

Das mit den Straßenbahnen in Lodz ist so eine Sache. Sie fahren regelmäßig, aber die Intervalle sind ca. 20 Minuten und unsere Straßenbahn war gerade davon gefahren. Kurzes beratschlagen, wir gehen.
Nun ist das im ehem. Ostblock aber so, dass die gefliesten Böden schon lange keine ebene Fläche darstellen, d.h. ein Fußmarsch bedeutet den Boden einer Stadt sehr gründlich kennen zu lernen, aber die restliche Stadt nur sehr schemenhaft, am Augenrand kennen zu lernen. Das verbessert sich aber, umso näher wir der liebevoll restaurierten Stadtmitte kommen. Vielleicht war es aber auch gut den Blick nicht allzu oft zu heben, der Rest von Lodz zeigt nur eine glorreiche Vergangenheit.  😉

Wima Rally 2017 Tour Tag 1Im Zentrum wechseln sich Straßenmusiker und Lokale in sehr kurzen Intervallen ab und so ist es für uns nicht allzu schwer ein Lokal zu finden, wo wir uns im Garten in der Fußgängerzone niederlassen und köstliches Shoarma speisen. Nicht unbedingt eine übliche polnische Mahlzeit, aber sie mundet vorzüglich. So lässt es sich angenehm reisen.

 

Den Rückweg ins Hotel zu finden ist einfacher als umgekehrt. Und wir entdecken noch weitere architektonische Highlights entlang des Weges.
Während Su und Renate noch die Hotelbar besuchen, ziehe ich mich aufs Zimmer zurück, um die Eindrücke des heutigen Tages auf mich wirken zu lassen und das Tagebuch mit den ersten beschriebenen Seiten zu füllen.

Die Gedanken schweifen auch zu unserer zweiten Truppe, bestehend aus CH und AT Wimas, die heute morgen ebenfalls vom Zentralbahnhof aus aufgebrochen sind. Wo sie in der Zwischenzeit gelandet sind?

 

 

 

 

Unsere Bildergalerie für Tag 1:

Estland Planung

Jäneda (ausgesprochen Joohhneda)

Dieser Ort liegt in Estland und ist das Ziel der diesjährigen Wima Rally.

Dorthin Fliegen?   Naah!   Mit dem Autoreisezug und der Fähre?  Naah!   Mit dem Auto?   Naah!

Die kürzeste Distanz zwischen Wien und Jäneda beträgt ca. 1650km, aber wo wäre der Spass und der Reiz, wenn wir die Strecke am schnellsten Weg bzw. mit einem anderen Verkehrsmittel einfach abspulen würden?

Denn, fährt frau primär Autobahn und Schnellstraße ist zwar in 3 Tagen die Strecke auch sicher erledigt, aber die polnischen und baltischen Straßen sind

  1. Noch nicht so weit, und
  2. Warum Länder durchqueren, wenn Land und Leute auf der Seite liegen bleiben?

Guter Rat ist daher teuer: Zu lange darf die Anreise nicht dauern, schließlich arbeiten wir noch alle und der Urlaub ist rar, auf der anderen Seite wollen wir auch Land und Leute kennen lernen.

Zu diesem Zweck haben sich Su, Renate und ich zusammengesetzt, um die verfügbaren Tage abzustimmen und dafür einen groben Plan der Nächtigungen festzulegen.
Ergänzt wurde der grobe Rahmen dann mit Sehenswürdigkeiten und Städten die für uns interessant sind und damit wurden die Route und Tage weiter verfeinert.
Ein wenig Spielraum wird für jeden Tag einkalkuliert, lieber zu früh, oder mit Zeitpuffer anreisen, als immer hinter dem Plan her zu hetzen.

 

 

 

Auf diesem Weg haben wir eine „kleine“ feine Route zusammengestellt, die uns über ca. 2400 km an unser Ziel in Estland bringt.

Am Weg liegen interessante Orte und Gegenden wie zB. Malbork, Masuren, Kryžių Kalnas, Gauja, Riga, und natürlich Jäneda.:-)

Estland selbst ist dann unser Thema für die Woche in Jäneda.

Mein Bericht zur Tour erfolgt natürlich im Anschluss daran.

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