Abenteuer!

This post is also available in: Englisch

Faja schickt mir eine Einladung für ein Adventure Rider Wochenende in NÖ weiter.
Es dürfte zum ersten Mal stattfinden und klingt mit Zelten und Lagerfeuer sehr verlockend.
Spontan sage ich zu und erst dann organisiere ich die Hundebetreuung. Normalerweise wäre es umgekehrt.
Auch ist das Wochenende nicht wirklich optimal, denn für den Samstag habe ich Karten in der Simpl Revue, die im Theater im Park stattfinden kann (Corona sei Dank, gerade ein kleines Loch zwischen den Lockdowns mit Ende August.
Jetzt freut sich die Frau Mama darüber!
Auch in der Firma wird ein zentrales IT System umgestellt und mein Team soll hier am Wochenende unterstützen. Aber, wenn österreichische Minister ihr ganzes Ressort nur mit einem Smartphone unter Kontrolle halten können, dann kann ich das mit Smartphone auch vom Lagerfeuer, oder unterwegs mit dem Motorrad auch. Nur der Akku muss halt durchhalten.

Natürlich verzögert sich am Freitag der Dienstschluss um fast 45 Minuten, und ich hetze nach Hause.
Zuerst ist nämlich noch die obligate Hunderunde fällig, danach kommt das Gepäck und das Zelt aufs Motorrad und los geht es.
Zuerst muss ich mich aus Wien raus kämpfen. Alle wollen nach Hause und mit den Koffern am Motorrad ist das Durchschlängeln recht mühsam.
Die Zeit ist knapp geworden und so fetze ich über die Autobahn und Schnellstraße nach Krems.
Immerhin, 25 Minuten habe ich dadurch wieder gut gemacht. Dort treffe ich Faja bei der Tankstelle.
Schnell noch getankt und getrunken Und es geht weiter auf kurvigen Wegen, und im Finale auch durch den Truppenübungsplatz, nach Allentsteig. Als wir eintreffen sind schon viele Zelte aufgebaut und viele Flaschen Bier bereits im Umlauf.
Die Platzwahl ist frei, daher möglichst eben und eher weg vom Lagerfeuer soll es sein.
Da ich ja keinen Alkohol trinke ist es meist um 22:00 Uhr herum Zeit aufzubrechen, wenn die Zungen lustig werden.

Nach dem unsere Zelte schnell stehen lerne ich die erlesene Runde kennen. Time2Ride, RoadsUp, GravelScout, IamProbablyAdventuring, ScottyAustria, WheelsOfMorocco, RoadCallsMe, WorldSpinsAsFastAsWeRide, FajaMoto, AustroBike, Kurvenfahrer, BikesFree, etc….
So viele Adventure Rider sind hier auf einem Platz versammelt.
Ich fühle mich mittlerweile nur noch selten als Rookie, aber in dieser Runde bin ich es definitiv.
Meine paar tausend Kilometer pro Jahr auf Abenteuer Spuren sind nichts im Vergleich zu den Weltumrundern, Asienbesucher, Wüstenreiter und Motorrad Vagabunden.

Was fast schon Luxus gleichkommt ist das gschmackige Chilli, dass schon in einem großen Topf vor sich hinköchelt und die Basis für die fröhliche Runde rund ums Lagerfeuer sorgt.
ADV Rider sind definitiv trinkfest und so wird es erst ab ca. 23 Uhr Zeit für den Abend Check in.
Wir sind im Waldviertel, Allentsteig ist als Kältepol bekannt und auch in dieser Nacht zeigt die Temperaturanzeige steil nach unten. Ein guter Test für meinen Schlafsack, kälter darf es auf keinen Fall werden, sonst wird es ungemütlich.
Die Stimmen kommen vom Lagerfeuer her, aber nur noch als Gemurmel und so schlafe ich sehr schnell ein. Am Tiefpunkt der Nachttemperaturen bin ich schon froh, dass ich noch meine Goldfolie über gebreitet habe, ohne dieser wäre es nicht mehr gemütlich im Schlafsack. Also ein besserer Schlafsack oder zusätzlicher Tarp muss definitiv her.
Für morgen möchte ich ausgeruht sein, die Ausfahrt wird sicher spannend.

3 Kommentare

  1. Naja, die einzige anwesende KTM (1290) hat sich nicht gerade mit Ruhmes-Lorbeeren bekleckert. Ansonsten BMW’s, Honda’s und 1 Kawasaki 😉
    Mehr dazu beim nächsten Tag.
    Aber ich habe eigene Vorstellungen darüber was das Einsatzgebiet und das Gewichts/Leistungsverhältnis für mein Bike sein soll und damit war die 690er die logische Konsequenz. Aber ehrlich gesagt ohne eigene KTM Enduro Reparatur Erfahrung und Juniors Draht zur KTM, ich wäre wahrscheinlich davor zurück geschreckt, eine KTM zu kaufen. 😉

    Ja, Seidenschlafsack wird es wohl werden (müssen) auf die kompakten Abmessungen meines Schlafsacks möchte ich nicht verzichten

    1. Jetzt bin ich gespannt. Ich hab mir nämlich bereits gedacht: Jessas, lauter so schwere Kropfm, aha, so fährt man Abenteuermotorrad heutzutage … oder es gibt mittlerweile sowieso in der Welt Autobahnen nach überall hin und ich hab die Entwicklung verschlafen. Vielleicht denk ich aber nur verkehrtrum: das Abenteuer ist es, TROTZDEM mit einem überladenen Radl (einer so genannten Groß-Enduro ;-)) auf schlechten Straßen irgendwo jenseits des Kaukasus oder Atlas voll fit anzukommen, OBWOHL 40kmh Schnitt mit einer 1200er nicht schneller sind als mit einer (ebenfalls überladenen) 450er 😉 …
      Die Wahl der Kati in deiner Situation isja nur logisch und soviel man allgemein hört, ist der 690er Motor fast unkaputtbar, das Fahrwerk bei KTM is sowieso kein Thema von der Haltbarkeit her und der Qualität.
      Der richtige Schlafsack ist eines der wichtigsten Themen beim Abenteuerreisen (die zumeist von Hotel zu Hotel ziehenden Biker rechne ich nicht dazu). Meiner fürn Sommer mißt samt der Ingredienzien 28×18, der fürn Winter 40×25, das ist ein gewaltiger Unterschied im Handling bzw Packmaß (geht dann bis -20° Noncomfort). Andererseits ist das Sommervolumen gesamt mit Unterlage 18×13 und Biwaksack 30×15 etwa ebenso groß. Und wenn ich plane, im Winter draußen zu schlafen, nehme ich eine Plastikplane (Notzelt) mit und die Rettungsdecke is sowieso immer dabei… Im Wald ist der Boden in warmen Wintern oft weich und falls nicht, muß man eben eine Unterlage als Dämmung sammeln – aber Seidenschlafsack als 2. Haut macht sich immer gut 😉

  2. Ahh … verstehe … deswegen (auch) die Letto ;-!
    Tip für unvorhersehbare Kälteeinbrüche: ich hab auch im Sommer im Schlafsackbeutel neben diesem und dem Mückennetz immer einen Seidenschlafsack mitgepackt. Beides fällt bei Volumen sowie Gewicht kaum in jenes und hilft ungemein bei Bedarf. Im Süden reicht (mir) die Seide alleine, bei Kälte oder in den Bergen darf es etwa 10° weniger haben als der Sommerschlafsack alleine aushält bzw ich, bevor Pullover und Stiefel zusätzlich angezogen werden, um Schlafen zu können.
    Gibts bei ebay, vietnamesische echte Seide oder Kunstseide, Kostenfaktor 30 bzw 20 Euro oder preisähnlich – vor 5 Jahren etwa. Kannst beim nächsten Treffen den Haptik-Test machen, wenn du willst 😉

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.