Grenzwertig

Ein Sonntagsausflug in Corona Zeiten

Wir sollen Abstand halten – check
Mund und Nase bedeckt halten – check
nur Fahrten des persönlichen Bedarfs unternehmen – check

Aber, warum nicht das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden? Warum nicht dabei ein wenig Sonne und Wind tanken?
Claudia hat die Frage in die Runde gestellt und ich habe spontan zugesagt.
Da wir auch gut per Offroad unterwegs sind, war klar, dass das ruhige Weinviertel der ideale Ort für eine kleine Liefertour sein wird.
Da der ganze Nachmittag zur Verfügung stand, wurden es im Endeffekt etwas mehr als 200km, ein Teil davon auch offroad und ein – ganz kleiner – Teil auch am Rand der tschechischen Grenze entlang.


An der Grenze war alles mit Panzersperren verrammelt. Das hinderte ein paar Fahrradfahrer aber nicht, den Sonntagsausflug ein wenig auszudehnen. Fotografiert haben wir sie dabei aber nicht – Distanz halten ist halt alles. Umdraht wird ned hat schon Zonko gesagt. Daher nutzten wir die Schottterwege die parallel zur Grenze führen für weitere Erkundungen.


Da wir dabei keinen weiteren Kontakt zu tschechischen Bürgern hatten, mussten wir uns auch nicht in Quarantäne begeben.
Stattdessen haben wir ein Ersatzprogramm für unsere entfallenen Ukraine und Georgien Touren genutzt:
Die russisch Orthodoxe Kapelle am Soldatenfriedhof bot sich an, ein wenig russisches Feeling aufkommen zu lassen. Da wir auch parallel aktuell Russisch büffeln, gab es am Friedhof auch einige Texte die zum Übersetzen einluden. Glück für uns: es standen auch die Übersetzungen darunter 😉


Den nächsten Kontakt hatten wir mit den Laaer Bürgern, die gelassen in einer langen Reihe vor dem Eissalon am Laaer Hauptplatz angestellt waren. Früher wären wir, mit unseren Tüchern vor dem Gesicht, wahrscheinlich gleich verhaftet worden, aber so gab es einfach nur spitzen Eis! Eine willkommene Abkühlung an diesem sonnigen Tag!
Es wurde dann noch das Laaer Stuhlleben verewigt, damit dieses in den Archiven auch noch in Jahren an den Wahnsinn der Corona Krise mahnt. 🙂


Retour ging es dann über die Leiser Berge, deren Rapsfelder wunderbar gelb strahlten.
Und, wir beiden strahlten auch, war es doch die erste größere Ausfahrt seit langem. 🙂

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