Motorrad Adventure

Ich bin schon seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Motorrad, mit dem ich mich auf der Straße, aber auch notfalls abseits davon im leichten Gelände (nicht nur auf einer Schotterstraße) bewegen kann.
Die Triumph Tiger 800 XCA schaut von der Ausrichtung schon sehr gut aus, der Preis dafür aber umso weniger.
Wenn ich qualitative Koffer, etc zum Grundpreis dazu rechne, komme ich sehr schnell auf ca. 16.000,- € und mehr…
Manche mögen ja bereit sein für einen fahrbaren Untersatz, noch viel mehr auszugeben. Ich persönlich schrecke davor zurück.

Umso mehr, als ich kein Problem damit habe ein Motorrad nicht als Erste (Besitzerin) zu fahren. Für mich ist es – bei aller Liebe für meine Versys – ein Fahrzeug, basta. Daher bekommen meine Motorräder (aber auch Autos) keine Namen, das wär ja noch schöner…
Duuhuu “Flotti”, ich schmeiss dich jetzt gleich den Abhang hinunter, bist Du mir deshalb eh nicht böse? *muhahaha*
Ok, aber falsches Topic, oder auch nicht, je nach Betrachtung. 😉

Erschwerend kommt dazu, dass meine aktuelle berufliche Tätigkeit erst 8 Monate alt, und bis Ende Juni befristet, ist.
Wer weiß, ob ich danach noch über ein geregeltes (geregeltes, und nicht gleichmäßiges – denn dass bekomme ich auch beim AMS :-P) Einkommen verfüge?
Die letzten 2 Jahre haben mir persönlich auf eine sehr heftige Weise gezeigt, dass aus einem sicheren Arbeitsplatz sehr schnell ein unsicherer werden kann und neue Stellen in meinem Tätigkeitsbereich  sehr dünn gesät sind.
Durch die vielen Wechsel in kurzer Zeit, und einhergehend, einkommensabhängig schlechter gestellten Tätigkeiten, ist auch ein großer Teil des Ersparten aufgebraucht, dh.  im Moment ist ein wenig kürzer treten angesagt.
Und schon wieder falsches Topic, oder auch nicht, je nach Betrachtung. 😉

Ich verfolge daher die aktuellen Angebote, Gebrauchtinserate, etc… um vielleicht doch ein Schnäppchen zu erhaschen, aber bisher ist das Ergebnis  enttäuschend. Selbst der lange Winter hat nur ganz wenige veranlasst ihr Motorrad abzustoßen und sich langfristig vielleicht etwas Neues anzuschauen.
Und trotz des Andrangs auf der Bike in Tuln hat sich die Frequenz von Gebrauchtmotorrädern in den üblichen Kleinanzeigen nicht verändert….
Ich betrachte damit ein neues (gebrauchtes) Universalmotorrad als ein eher langfristiges Projekt und Blicke im Moment nur ein wenig über den Tellerand was aktuell in der Pipeline bei den Herstellern ist.

Durch Zufall bin ich auf einen Artikel im Motorrad Magazin gestoßen, der über eine KTM Adventure 790 berichtet?
Klingt spannend, auch wenn eine Serienfertigung wohl nicht vor 2018 passieren wird und so wie ich KTM kenne, die ersten Motorräder damit erst im Herbst im Geschäft erscheinen werden. 😉
Es würde in meine eigene Hubraumgrenze von 800ccm sehr gut passen, und wäre wahrscheinlich von der Masse nicht so gigantisch, wie die aktuellen 1090 Adventures von KTM.
Alleine der Gedanke dieses Motorrad halb beladen im Gelände aufzurichten, brr…. schaffen das eigentlich Männer?

Die Frage die sich nun stellt: Warten auf die KTM, oder warten auf eine günstige Tiger 800 XCA?

11 Kommentare

  1. Wenn Du wirklich ein bisschen ins Gelände willst, dann zählt jedes gesparte Kilo zehnfach und jedes zusätzlich PS ist nur unnützer Balast.
    Ich fahren eine 250er Honda CRF L und bin damit sehr glücklich. Auf der Autobahn nicht so, aber 110 gehen auch dauerhaft. Auf anderen Straßen habe ich immer mehr Spaß als die Leute mit den dicken Mopped (inklusive mir, wenn ich auf der 1200er fahre). Probiere mal was kleines aus.
    P.S.
    Natürlich haben meine Moppeds Namen.

    1. Hi Griesi,
      danke für den Tip! Ich schaue auch regelmäßig bei Svendura vorbei und Sie fährt mit ihrer KLX (27PS?) auch ganz lange Distanzen.
      Bewundernswert. 🙂
      Bzgl. Enduro habe ich ja meine EXC 200 (42PS) bzw. im Moment die FE 350 (knapp 60PS) vom Junior zur Verfügung, um mich auszutoben und der Gewichtsunterschied zur Versys (bzw. einer Tiger) ist natürlich eklatant (ca. 100kg bzw. 100%) .
      Wie Du schon schreibst bis 110 recht lustig, im Gelände absolut Top, aber ich kann sie mir – trotz Svenya’s Vorbild – mit Gepäck beladen nur sehr schlecht vorstellen. Und der Sitz fühlt sich schon nach 200km merklich “hart” an.
      Da muss ich wohl einmal einen Testlauf starten 😉 * Wenn Junior mich lässt, in 7 Tagen hat er den A2 Führerschein und dann darf er sich – ganz offiziell – damit austoben…. 🙁

      PS: Namen, ehrlich? Ich hab auch heute einen Artikel in der Zeitung gelesen, dass viele Ihren Autos/Motorrädern Namen geben. Aber dann müsste ich es wohl auch putzen… 😉

      1. Okay, für nur Gelände bist Du also gut ausgestattet, Dir fehlt was, was auch Straße kann, also eine Dual Sport. Da sieht der Markt gerade sehr mau aus. Aber es gibt ja noch den Gebrauchtmarkt, der einiges an Auswahl bietet. Beim Gepäck gilt das Gleiche wie beim Mopped, je leichter, desto besser. Was man nicht einpackt, wiegt gar nichts.
        Wenn das Mopped einen Namen hat, dann muss es nicht geputzt werden.

        1. Hi Griesi,
          Also KTM SMC? Enduro R (LC4)? Husquarna 701 Enduro? eher in diese Richtung?
          Das mit dem Gepäck ist so eine Sache, Zelt, Schlafsack, Wäsche, Basics, da kommt schon etwas zusammen – aber immerhin wird dadurch das Vorderrad leichter, ist ja im Gelände nicht so unvorteilhaft 😉

          Ich dachte mir: Wer sein Motorrad liebt benamst es, und dann muss es logischerweise auch geputzt werden….

          1. Ich finde die 690er und Co. haben unnötig viel PS und einen winzig kleinen Lenkeinschlag, dafür gibt es aber viel Zubehör, was diese Geräte reisetauglich macht. Beim Gepäck kann man immer abspecken. Hier ein Bild von mir mit Gepäck für eine Woche Alpen-Camping, da habe ich zwei Schlafsäcke dabei. https://i2.wp.com/www.mojomag.de/wp-content/uploads/2016/08/IMG_5351.jpg?fit=1200%2C800 Und überhaupt die die Geschichte mit dem Reiseenduro-Vergleich sehr lesenswert. Teil 1 http://www.mojomag.de/2016/08/dr-gleichsam-1-die-reiseenduro-aufstellung/
            Auf dem Gebrauchtmarkt gibt er DRZ 400er und hoffentlich kommt bald eine gute KTM 390er Enduro, das wären meine Favoriten.

  2. Die typische Suche nach der EWMS … wer kennt sie nicht ;-? Außer den Bikern wohl jeder … 😉
    Vielleicht ist es ganz gut, wenn Du den Rubel öfters umdrehen mußt – jedenfalls in Richtung kaufen und danach urteilen, wenn’s nicht paßt, wieder abstoßen – daher überlege: brauchst Du eine Triumph ? Brauchst Du Koffer ? Wozu ? Was um alles in der Welt mußt Du mitschleppen (meine Nachbarn fahren richtige 3Wochen-Touren mit EINER großen Rolle am Heck – zu zweit mit einer -alten- AT 750) ? Was kann die Triumph, was die Versys nicht kann ? Wie oft brauchst Du wirklich ‘was für die Autobahn ? Was hältst Du von meinem eigenen kompromißlosen Kompromiß ;-? 650ccm und 60 PS und bei etwas Pflege – unkaputtbar … Autobahn sieht sie nur bei Dauerregen und in der Nacht – in beiden Fällen ist 130 Dauergeschwindigkeit völlig in Ordnung für mich – wie oft fährst Du denn selbst wirklich auf der AB ? Die Straßen daneben machen doch viel mehr Spaß. ‘Anreise’ im Urlaub ? Ok, ignaz1 streßt sich lieber 2 Tage im Kolonnenverkehr und braucht dann mindestens einen, um sich mental zu erholen, als daß er 3 Urlaubstage im Winkelwerk verbringt – hier scheiden sich eben die Geister … 😉
    Und (Urlaubs)Gepäck im Gelände ? Spüre ich fast nicht – sieh’ Dich in Enduristan um, da wirst sicher auch Du fündig – der Blizzard weist Dir den Weg 😉 …
    Wäre die Honder 250 nicht gleich schwer wie meine 650er hätte ich schon eine, so zögere ich noch – da einen großen Tank d’rauf, dann kannst Du sie immer noch unter einem umgestürzten Baum durchziehen, wie Griesi es bereits getan hat – die Triumph nichtmal ohne Koffer … 😉
    Eine moderne, vernünftige Lösung und preislich, ungewichtig und gebrauchtmarktvorrätig wäre vermutlich eine 690er KTM – Empfehlung meinerseits als guter/bester Kompromiß, obwohl ich kein Fan bin wie Du weißt (?), im Gegenteil – und Svenja benützt doch auch ein Gelkissen und sieh’ Dir an, wie Eva-Maria damit umgeht …
    https://www.youtube.com/watch?v=-U6UshcfYX0
    eine 800erTriumph benähme sich dagegen schon irgendwie krapfenmäßig 😉 – eine solche Wahl treffen nur solche, die eigentlich nicht wirklich gut fahren können – denn was kann die Triumph, was die KTM nicht könnte, außer bequemer zu zweit damit auf Asphalt zu fahren ?
    Thema aufstellen: ja, Männer können das; besonders wenn sie zu mehrt sind. Alleine: höchstens ein Mal ohne Demontage der Koffer – falls sie beim Sturz nicht ohnehin verloren gehen … 😉

    1. Hi Olpo, ich glaube, ich habe Eva-Maria schon einmal bei einem Joe Lechner Enduro Training gesehen? Ist das möglich?
      Das mit dem Gewicht und Handling im Gelände kann ich nachvollziehen, kenne ich ja von der Versys.
      Bzgl. Autobahn: Naja, auf dem Weg nach Rumänien durch Ungarn zu gaukeln stelle ich mir persönlich nicht so prickelnd vor. Außer, ich gönne mir jeweils eine Woche Zeit, und weiche für An- und Rückreise großräumig, oder auf Feldwege , aus. Dann bleibt aber nicht viel Zeit fürs wilde Rumänien. 😉
      Vom Gewicht-/Leistungsverhältnis sind die klassischen 690ccm Eintöpfe sicher eine gute Alternative, als da wären: KTM Enduro, oder die neue Husaberg 701er Enduro. Sicher Wartungsarm und im Gelände sowieso schon übermotorisiert.

      Gelsitz? Ah haa! Das hat sich mir bisher verborgen, aber das erklärt einiges 🙂
      Die Enduristan Taschen schauen gut aus, aber funktioniert das ohne Abstandshalter überhaupt, ohne Brandgefahr?

      1. @Eva-Maria: ich hoffe nicht – auf solchen Allerweltskursen lernt man nix Wesentliches, die sind reine Geschäftemacherei und Glückssache – da ist es besser, mit einem Geübteren selbst Erfahrungen in wechselndem Gelände zu machen und nicht auf einer vorgegebenen künstlichen Spielwiese; denn wenn ich lese: Blicktechnik im Gelände, reicht mir das: wer sich vorm nächsten Hügel fürchtet, den sollte man tunlichst nicht quälen, daher: Pffffffffft… das ist Kindergarten pur, wenn jemand etwas vormacht das er eingeübt und man sich danach gefälligst große Mühe zu geben hat, die ‘Aufgabe’ möglichst genau nachzulösen, obwohl die Art individuell gar nicht paßt – so kommt man nie drauf, was man anders (und eben persönlich besser) machen würde. Eine andere Sache ist es, wenn Dich einTrainer beobachtet, egal ob auf dem Ring oder im Gelände und Dir Ratschläge gibt – bei Profis macht mans ja auch nicht anders, wieso denn sollten Amateure grundlegend dümmer/lernresistenter sein…
        @Svenja: korrigiere: nicht Gel sondern Air, Punkt 8: http://www.svendura.de/tipps.php … für mich is das nix, ich hab im Winter meine Gelbank gegen eine serienmäßige getauscht 😉
        @Anreise: durch Ungarn bin ich Richtung Serbien in einer Richtung 6 Std unterwegs gewesen (weil ich doch auch ganz kleine Straßen probiert habe, das solltest Du eigentlich gelesen haben), auf der Rückreise und der Direttissima ganze 3, auf tlw. neuen, fast leeren Straßen, die man mit AB-Geschwindigkeit durchrasen kann (theoretisch) – alles mit dem 50er Rolla … nur Feldwege wär’ allerdings fad geworden, die Fahrt durch Dörfer war Ok und allemal interessanter als auf der AB ständig neue Rücklichter zu verfolgen 😉
        @Enduristan: Du hast Dir vllt die Monsoon-Taschen angesehen (?) – ich halte sie für ähnlich schlecht positioniert wie Koffer; bei meinen Blizzards gibt es (auf dem Honder) kein Problem mit Hitze -den Hitzeschutz hätte ich mir sparen können- die Taschen hängen im Bereich des Luftfilters, also beinahe schwerpunktneutral hinter meinen Knien. Darin sind (Sommer)Schlafsack, Thermarest, Handtuch, Badehose, 3 Garnituren UW, Sandalen, Kulturbeutel, Doppelhub-Luftpumpe, Werkzeug und als Luxus eine Minikaffeemaschine samt Gelkocher untergebracht. Was ich ev sonst noch benötigen könnte, muß in den Rucksack (Nahrung) bzw Wasser im Camelbag hinten dran bzw in den Kanusack auf dem Gepäckträger (leichtes Regengewand, leichte Fleecejacke, leichte Leinenstiefel). Da die beiden Benzin- bzw Ölflaschen an den Blizzards hinten dranhängen, könnte ich den (1kg schweren) Biwaksack (oder das knapp 2kg leichte 2Mann-Zelt) auf eine der Taschen schnallen (oder ev auf den Lenker, beide haben in etwa gleiches Packmaß) und auf die andere eine (kleine) XS-Zusatztasche oder eine sonstige passende, das muß ich mir noch ansehen, glaube aber: ich hab nix zum reintun – außer ev Reserveschläuche; nur, falls ich die Enduroräder an die Sumo drantu’, brauch ich die wieder nicht, weil dann unter den Stoppeln Tubliss steckt … die Karte/n und der Fokussi stecken griffbereit in einem ‘Tankrucksack’SelbstKonstrukt aus einer weitgehend wasserdichten Zusatztasche von Kriega, einem Gummistropp und 4 Schlüsselringen – ein jahrelang in der Praxis erfolgreich bewährtes System … 😉
        Alles in allem habe ich etwa 15 kg Mehrgewicht im Urlaub – das dürfte etwa so viel sein, als alleine schon ein Koffer eines Dreikoffertypen wiegt – und das schlägt sich 1:1 auf den verfügbaren Fahrspaß nieder, wenn man die Wohnmotorradmobile mit der doppelten PS- und Hubraumzahl reihenweise gnadenlos herbrennt, auch in schnelleren Kurven (diese gemeine Freude würde mir schon ein bißchen abgehen mit nur etwa 30PS) … ;-);-);-) – Zum Teil mache ich Gewicht gut, indem ich leichtere MX-Kleidung (im Süden) nehme als es der Schwabenleder-Einteiler ist: der hat alleine immerhin 6 Kilo … 😉 – aber natürlich hätte ich am Liebsten auch die Flossen und Schnorchel samt Brille mit – wenn ich unbedingt mehr Komfort haben muß, nehme ich halt den Kämpa und gehe vom Zentrum aus strahlenförmig auf Jagd – dann reicht (mir) sogar bloß ein Rucksack und die Werkzeugtasche als bepackbares Zusatzvolumen… auf keinen Fall vergewaltige ich die Sumoduro. Und aufgeblähte Pseudo-Enduros würde ich am Liebsten nichtmal ansehen müssen, das tut einfach nur weh …

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