Versya

Mein schräges Leben

Autor: Schräg

DGR Distinguished Gentlemen Ride 2018

Hallo, werden sich jetzt viele Leser denken? Gentlemen?  Versya ist doch alles, nur kein Gentlemen?

Ja, da muss ich Euch leider recht geben, aber, aber kann ich wirklich der Verlockung einer Fahrt durch Wien,  umgeben von blitzenden Vintage Motorrädern (New- und Oldtimer), widerstehen?
Wer mich kennt, weis die Antwort: Nein!  Und warum soll ich dem Slogan des DGR treu nicht auch an meinen Vater, oder Bruder, oder meine Söhne denken?  Eben!  🙂

So, das Alibi steht. Was ziehe ich an? OMG, was zieht Mann sich an?
Ich studiere alte Fotos vom DGR und fasse einen Entschluss. Keine Jacke, kein Sako, dafür donnere ich mich auf. Lass Hosen diesmal zu Hause liegen und steige im Rock bzw. Kleid auf das Motorrad.
Ein bischen in den fifties Filmen geschnuppert, dann Amazon geentert und voila, die Garderobe steht schon mal. Hoffentlich kommt der Fummel auch rechtzeitig an! :-0

In der Zwischenzeit sind 2 Wochen vergangen, ich habe fleißig gespendet, denn im Gegenzug zu vielen Mitfahrenden weißt mein Teilnehmereintrag keine runde 0 auf.  #Stolzaufmichbin
Ich darf daher mit ruhigem Gewissen, und im Bewusstsein nicht nur aus Spass am DGR teilzunehmen, mitfahren und erfahre auch einen Tag vorab (ein bischen knapp, liebe Organisatoren!) die Daten für Ort und Uhrzeit des ersten Treffpunkts.

Das Motorrad wird gewaschen – hmm die Waschutensilien sind tatsächlich so weit unten?  Und ausgiebig poliert,  denn der Wetterbericht verspricht kühl/warmes Wetter und Sonne.
Anscheinend ist wieder einmal der Wettergott meiner Moto Leidenschaft freundlich gesinnt! 🙂

Dann kommt das eigene outfit an die Reihe. Das geht zumindest ein wenig schneller, denn die Uhr tickt, und zu spät kommen wäre ein erster (nicht Gentlemen like) Fauxpas.

Rechtzeitig vor Ort angelangt werde ich zusammen mit den anderen Mädls in die erste Reihe verfrachtet. Dieses Jahr fahren die Ladies vor, yeaaahh  (ups  – Hurray)  .

Es gibt noch eine kurze Ansprache und dann zieht der beeindruckend große (die Veranstalter sprechen von ca. 800 Teilnehmern)   Konvoi  mit Polizeieskorte zuerst das Wiental Stadt auswärts und nach der Kehre am Gürtel wieder quer durch die Stadt bis zur Donauinsel.
Viele verblüffte Gesichter am Straßenrand. Eine gute Stimmung im Konvoi.

Herz  (bzw. besser: Prostata) was willst Du mehr ?  😉

 

Ein Video, vielleicht?  😉

 

 

 

Süddeutsches Frauen Motorrad Treffen

Das 25., und wahrscheinlich doch nicht letzte, Süddeutsche Frauen Motorrad Treffen fand vom 22. bis 24. Juni im Schwangau statt.

 

Organisiert von den WOW (Women on Wheels) und dem Hexenring, inkl. einer Prise Wima Germany, natürlich waren wir auch dabei!
Wir organisierten die An- und Rückreise in zwei getrennten Gruppen, da

 

1.) kleinere Gruppen Sinn machen

 

2.) die An- und Abreise von ca. 700 km an einem Tag nicht jederfraus Sache ist

 

 

 

 

So brach die erste Gruppe bereits am 21. Juni auf, die zweite Gruppe folgte tapfer am 22. Juni nach.
Das Wetter war am 21. Juni grauslich und sehr feucht, diverse kleine Gebrechen verzögerten die Fahrt noch zusätzlich.
Denoch gelang die erste Tagesetappe bis Radstadt recht gut.
Am nächsten Tag war das Wetter schon um vieles freundlicher, nur die Temperatur war, für Ende Juni, mit ca. 15-17° weiterhin nicht so berauschend.
Die Fahrt selbst ging für beide Gruppen am 2. Tag besser voran, Staus und div. Verkehrsumleitungen machten jedoch das Finale noch einmal zermürbend.Trotzdem waren wir am Freitag Abend alle im Quartier und konnten rechtzeitig für das Programm zum Treffen fahren (dass so gut ausgebucht war, dass wir externe Zimmer für uns mieten mussten!)

 

Die Fahrt führte uns natürlich am berühmten Schloss Neuschwanstein vorbei. Ein Besuch des Selbigen steht morgen am Programm, wir sind gespannt.
Der Abend verlief in launiger Atmosphäre für viele von uns gab es bekannte Gesichter von vorhergehenden Treffen mit den WoW’s, dem Hexenring, oder Wima Rallies, zu sehen und so gab es schon bald rege Gespräche zu Gott und der Welt.

 

Da wir mit den Motorrädern gekommen waren, fuhren wir relativ zeitig wieder zurück ins Quartier, um für den morgigen Ausflug (zu Fuß, bzw. per Bus) nach Neuschwanstein ausgeruht zu sein. (Immerhin waren manche von uns heute schon mehr als 9 Stunden am Motorrad unterwegs)
Das hielt uns dann aber nicht auf, im Quartier noch bei einem Fläschchen Rotwein mit Claudia zu plaudern, die leider für morgen kein Ticket mehr bekommen hat und daher für morgen die Weiterreise ins sonnigere Südtirol plant.

 

Der 2. Tag vor Ort:

 

 

🙂

 

Wir trafen uns zum Frühstück, dem ausgiebigst zugesprochen wurde, um dann in Gruppen vom Treffpunkt zum Schloss (in ca. 7km Entfernung) zu wandern. Das letzte Stück geht dann auch noch steil bergauf.
Insofern gut, dass die Temperatur – trotz Sonne – noch immer niedrig war

 

Da noch ein wenig Zeit war (die Touren starten im 10 min Takt – pünktlich! Ist zwar Bayern, aber hier sind sie wohl Preussen)  war auch der Umweg zur Marienbrücke möglich, die einen wunderbaren Blick auf das Schloss und die dahinter liegende Ebene mit Stausee (leer)  bietet. Eine wahre Postkartenperspektive!

 

Vor dem Ausgeben der Eintrittskarten gab es noch ein Gruppenfoto und dann ging die Führung schon los.

 

 

Eigentlich genial was der arme Ludwig hier auf die Beine gestellt hat, Bayern wird ihm noch Jahrhunderte dafür danken (1,4 Mio Besucher pro Jahr können nicht irren)
Aber, ein wenig größenwahnsinnig war er wohl schon. Trotz der verbauten Annehmlichkeiten des 19. Jahrhunderts eine so drückende Mittelalteratmosphäre auf den 2 ausgebauten Stockwerken zu verströmen ist schon eine Kunst!
Die schöne Hülle, verspricht daher mehr, als der Inhalt dann erfüllen kann.

 

 

 

So endet die Führung unerwartet rasch und der Rückweg zum Adlerhorst beginnt. Mittlerweile ist es schon ein wenig heißer geworden, am Hang landen die ersten Gleitschirmflieger, und wir schlendern in kleinen Grüppchen wieder zurück.
Vor Ort angekommen erwartet uns bereits Ludwig himself zu einem Apperitiv, und so verbringen wir den Nachmittag auf der Terasse mit schöner Sicht auf die Ebene und in weiterer Folge ein wunderbarer Sonnenuntergang mit einem ganz besonderen Licht. Einfach wunderbar!

😉

 

Am Abend gab es dann einen weiteren Partyabend mit vielen Erinnerungen an die letzten 25 Jahre, der in der 2. Hälfte zu einer Deutschland Siegesfeier ausartete (In der Retrospektive: Zu früh    )

 

 

Da wir morgen wieder die Rückreise antreten wollen, wurde auch heute relativ früh adieu gesagt.

 

Der 3. Tag:

 

Relativ zeitiges aufstehen und Einpacken, damit wir pünktlich um 8:00 beim Frühstück sein können und gleich danach geht es für eine Österreich Gruppe nach Süden und für die zweite Gruppe etwas später nach Nord Osten ,in Richtung Passau, wo sie unsere Passauerinnen Treffen wollen.

 

 

 

Gruppe 1 fährt über den Fernpass ins Inntal, von dort weiter über Lofer nach Berchtesgaden, hinauf auf die verregnete und nebelige Rossfeldstraße. (Überraschenderweise doch mit ein wenig Aussicht!) und wieder hinunter nach Golling, wo die Mittagsrast gehalten wird.

 

Sehr dunkle Wolken über der Postalm lassen uns den Weg über den Pass Gschütt nehmen und dann weiter in den Süden via Halstatt, Bad Aussee und Goisern.

 

Der Rest der Route ist obvious: Liezen, Admont, Gesäuse und Wildalpen.

 

In flottem Tempo geht es hier weiter und weiter. Die Uhr tickt langsam, aber beständig.

 

Von Mariazell an geht es nach Traisen wo sich unsere Wege trennen. Auf der einen Seite nach St. Pölten und auf der anderen Seite noch über den Schöpfl, Klausen Leopoldsdorf und Gruberau nach Wien zurück.

 

Der Schluss der Strecke dann schon im Dunkeln, aber nicht weniger Lustvoll.

Wima Rally Tag 12, 20.07.2017

Heute ist der Event Tag mit Motorrad.

Es gibt in Summe 3 Gruppen:

Einmal Rennstreckentraining, oder Offroad Training , oder  Leihmotorräder von BMW zum Probefahren (T9, 1200 GS, eRoller) Als letzte Alternative gibt es auch für die Motorrad Müden Teilnehmerinnen eine Moorwanderung in der näheren Umgebung.
Moorwanderung hatte ich ja schon am Tag 1 unserer Ankunft in Janäda, außerdem bin ich zum Motorrad fahren hier. 😉
BMW Motorrad Probe fahren?  Nein, danke!  Aus Prinzip nicht.
Dann das Offroad training?  Wäre verlockend, speziell hier in Estland. Ich befürchte nur, dass die Erwartungshaltung der Trainer sehr niedrig ist und ich dabei wahrscheinlich einschlafe.
Also bleibt mir nur die Rennstrecke. Eigentlich auch nicht schlecht, auch wenn die Versys jetzt nicht so das Rennstreckengerät ist.  Aber die Idee, von einem estnischen Staatsmeister ein Training zu erhalten ist schon sehr verlockend.

Zu allem Übel gibt es wieder kurz Regen und der Tag schaut schon sehr grau aus
Zu meiner Freude stellt sich die Rennstrecke als GoKart/Supermoto Strecke heraus und das ist genau das Areal, das eine Versys zum Austoben braucht. Kurven!

Der Instruktor erklärt uns noch die sanfte (straßentaugliche)  Variante des Hanging off und das richtige Anfahren an Kurven.  Dazu gibt es auch ein paar Hütchen im Kurvenverlauf die als Richtlinie gedacht sind.

Da die Strecke langsam auftrocknet kommt in den Kurven so richtig Spass auf. Die Pilot Road 4 sind trotz der Kurvenhatz stabil, das ist wohl ein Vorteil der niedrigen Temperaturen in Estland  J, ansonsten bin ich von ihnen Rutschen im  exzessiven Rennmode gewohnt. :-/
Ganz übertreiben möchte ich es jedoch nicht, schließlich bin ich in der Touren Textilkombi unterwegs, und heimfahren möchte ich von Estland auch noch mit dem Motorrad. Aber immerhin besteht die Möglichkeit die eingefahrenen Radkanten wieder ein wenig abzurunden 😛

Die anderen Mädls sind ein wenig moderater unterwegs und daher leicht zu überholen. Nur die Triumph Fahrerinnen toben sich  ebenfalls aus und wehren sich hartnäckig
Die Tiger 1050 muss auf Grund eines Rutschers auf einem kleinen Ölfleck schlußendlich nachgeben, aber Susi mit ihrer Street Triple lässt nicht locker.

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So entscheidet, nach einigen Runden Rennmatch, erst die (zufällig) richtige Bahnwahl beim Überholen eines Pulks über das Kopf an Kopf Rennen.
Irgendwie dürfte sie das gewurmt haben, denn bei der Ausrollrunde überholt sie mich noch kurz vor der Ausfahrt.  Ok, ich verzeihe ihr.  J

Die Versys hat wieder einmal gezeigt, was sie mit simplen Straßenreifen zuwege bringt. Ich habe mich konditionell so richtig ausgetobt und wieder die Technik verbessern können.
Wir fahren dann in der Gruppe wieder zurück nach Janäda und haben noch die Gelegenheit der Offroadgruppe beim Training zuzuschauen. Ich muss sagen, die Teilnahme am Rennstreckentraining  war definitv eine gute Entscheidung  😉
Es stehen auch noch immer ein paar BMW Motorräder (Von 1200GS bis 9T) für Testfahrten zur Verfügung. Aber, wie bereits erwähnt, interessiert mich BMW einfach nicht. Es ist nicht unbedingt die relativ schlechte Qualität der überpreisten Maschinen, es ist mehr das Image, dass durch die Marke transportiert wird, das mich abschreckt.
Nur meine persönliche Meinung, wohlgemerkt. 1000te Käufer können doch nicht irren, oder?  😉
Stattdessen fahre ich mit der gestern zusammengebauten Fahnenstange und unserer Fahne eine Runde in der näheren Umgebung, um die Stabilität der Konstruktion und Auswirkung auf mich zu testen.
Bis ca. 70km/h ist es vom Zug der Fahne im Fahrtwind ok, danach richtig ungemütlich. Ich muss mir für die Parade morgen definitiv noch eine Verbesserung einfallen lassen.

 

Su ist beim Präsidentinnen Dinner (sie vertritt unsere Wima-Austria Präsidentin Jane) und wir machen es uns im Hengststall wieder gemütlich.
Die letzten Tage habe ich gemerkt, dass auch noch ein 1. Stock existiert, bin aber bisher nicht dazu gekommen diesen aufzusuchen. Heute habe ich Zeit und schaue deshalb die Stiegen hinauf.
Und, Überraschung! Hier versteckt sich ein Handwerksshop, der allerlei Gewand und Souvenirs aus Wolle, Filz, Holz, etc… anbietet.  Ich gerate beinahe in einen Kaufrausch. Die Waren sind hochwertig und relativ günstig, und so werden Wintersocken, 2 Mützen, eine Weste  und Schaaf  erstanden.

Wenn ihr Euch jetzt fragt, wie bzw. wo Schaaf angezogen wird, dann seit ihr leider im Irrtum. Schaaf ist tatsächlich nur ein Schaf aus Filz. Da es klein und handlich ist, wird es mich zukünftig auf Soloreisen begleiten.  Woher der Name kommt? In Anlehnung an einen österreichischen Motorrad „Artisten“ werde ich es, leicht verfremdet, Schaaf nennen.  😉

 

Die gute Laune wird nach der Rückkehr von Su ein wenig gedämpft. Es dürfte im Rahmen der Präsidentinnen Runde einige Kontroversen gegeben haben. Angeblich wird morgen, nach der Parade, noch einmal diskutiert.

So klingt dieser Tag mit Essen, Musik und offenen Fragen aus.

Kopfweh Tour

Wir sind diesmal nur zu zweit.

Carmen und ich, also wahrscheinlich eine flotte Partie.
Viel Zeit bleibt uns auch nicht, immerhin ist es bereits 11, als wir von Wien weg starten und wir wollen noch nach Grein auf ein Eis, und noch vor dem Dunkel werden wieder zu Hause sein.
Grein liegt ja nur 140 km von Wien entfernt, also wo ist denn das Problem, werden sich viele von Euch fragen?
Das “Problem” ist eigentlich nur die Anzahl an Kurven, die wir dabei bewältigen wollen.
Dafür haben wir eine relativ verschmähte Gegend ausgesucht. Damit garantiert: wenige Autos, wenige Motorradfahrer (bis aufs Finale) und damit auch unwahrscheinlich: Polizisten auf der Lauer.

 

Kurz gesagt, unser Plan funktioniert, beinahe ungestört kommen wir auf verschlungenen Wegen voran, und das letzte gerade Stück Straße, die Mautener Donaubrücke, liegt schon

 

eine Weile hinter uns.
Der Himmel ist bewölkt, die Temperatur mehr frisch als ange

nehm, ein wenig mehr Wäsche wäre jetzt nicht schlecht, und wir fahren Richtung Eis!?

Gott sei Dank ändert sich das sobald wir von NÖ nach OÖ wechseln. Schlagartig wird es heller, und wesentlich wärmer. Eis wir kommen!

Weil das Wetter nun schöner ist, machen wir auch noch einen kleinen Haken zum Bärenpark in Arbestal.

Das letzte Stück von St. Georgen am Walde ist ein wenig berüchtigt, daher ist auch diese Strecke mit 70km/h für Motorradfahrer begrenzt.

Auch, wenn wir die tollen Kurven sowieso nicht wesentlich schneller fahren würden, wieder so eine sinnlose Aktion, nur weil ein paar Verrückte mit Lärm und Knie am Boden hier wohl zuviel auf und ab gefahren sind.
Egal, wie gesagt, viel schneller sind wir sowieso nicht unterwegs und daher geht es flott die letzten 35 km nach Süden in Richtung Donau und Grein.

In Grein selbst ist die beliebte Konditorei bereits komplett überlaufen, mehrere Dutzend Motorräder stehen am Parkplatz vor dem Haus, aber wir bekommen einen Platz mit Aussicht auf die Donau.
Das Eis ist genial gut, da hat sich einiges in den letzten Jahren wieder zum besseren verändert, und so bleiben wir recht lange sitzen. Das auch, weil wir richtig schwindelig sind und wir beinahe Kopfweh haben. So viele Kurven, in so kurzer Zeit, kein Wunder!
Irgendwann ist es jedoch Zeit zum Aufbrechen und es geht ein Stück durch den Nibelungengau zurück, ins Yspertal, dann Weitental, Melk, Dunkelsteiner Wald, Heiligenkreuz und ins Finale nach Wien.

Gelungen, aber wo bekomme ich jetzt Kopfschmerz Tabletten her?

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