TET Italien 2.3 – Heiß und lang

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Der Nachteil einer Hotelübernachtung? Das Frühstück.

Durch die relativ späten Zeiten, zu denen das Frühstück serviert wird, ist auch der Start in den Morgen – und damit in die kühleren Stunden – immer etwas verzögert.

Wir genießen das Frühstück daher relativ kurz, auch wenn es ausgezeichnet ist. Aber bei dem Nächtigungspreis ist das auch kein Wunder. 😉

Danach besteigen wir die bereits bepackten Motorräder und verlassen die Garage.

Das Wetter hat sich, so wie in den letzten Tagen auch, bereits wieder in Sonne gewandelt. Und so starten wir die Weiterfahrt nach Perosa Arentina, einem Ort in der Nähe des Einstiegs in die Assietta-Kammstraße.

Der Weg führt uns bergauf und bergab durch die verschiedensten Landschaften: mal Waldstücke, dann wieder Steinpassagen, Almgebiete und schließlich Bergbauwerke, die durch ihre Ausdehnung den TET in diesem Bereich anscheinend regelrecht zerschneiden.

Wir überlegen kurz, wieder einen Umweg zu fahren. Dann entschließen wir uns, das Bergwerk – wohlgemerkt in vollem Betrieb – zu kreuzen.

Das ist wahrscheinlich der spannendste Abschnitt des heutigen Tages. Relativ steile Passagen mit pulvrigem Gesteinsmehl als Belag erfordern viel Gas bei gleichzeitig wenig Geschwindigkeit.

So wie bei jedem Bergwerk – siehe auch Erzberg – gibt es hier keine Bäume, dafür aufgeheizte Steine, die ordentlich Wärme abstrahlen und die mittlerweile wieder intensive Sonne zusätzlich verstärken.

So machen wir kurz danach an einem schattigen Platz mit einem durchlaufenden Bach Halt, um uns ein wenig abzukühlen.

Hier haben wir die einzige richtige TET-Begegnung unserer bisherigen Fahrt.

Zwei Briten, die den TET in die andere Richtung befahren, schließen von hinten zu uns auf.

Anscheinend sind sie ebenfalls auf das Bergwerk gestoßen, allerdings aus der anderen Richtung. Mit ihrer Suche nach Alternativen nach links und rechts dürften wir deshalb nicht sofort aufeinander getroffen sein.

Aufgrund der Ausrichtung unserer Fahrzeuge vermuten sie zurecht, dass wir ebenfalls aus Richtung des Bergwerks kommen.

Wir bestätigen ihnen, dass das Durchfahren des Bergwerks möglich ist, wenn auch auf einer etwas weiter seitlich gelegenen Route als der ursprüngliche TET-Track.

Sie kehren daher noch einmal um, um ihr Glück zu versuchen.

Und wurden nicht mehr gesehen. 😉

Wir setzen unsere Fahrt fort. Und dieses Jahr ist es Junior, dem bei einer Bergabpassage ein Stein den Lenker verschlägt und der daraufhin zu Sturz kommt. 🙂

Niedrige Geschwindigkeit – daher ist auch nichts passiert.

Mein inneres Ego strahlt. Bin ich doch bisher ohne Hoppala – wenn auch manchmal nur knapp daran vorbeigeschrammt – bis hierher gekommen. Und Junior ist schließlich der bessere Fahrer im Duett.

Die Strecke zieht sich, bleibt aber kurzweilig. Auch wenn sie im letzten Verlauf nicht mehr allzu fordernd ist, kommen wir schließlich in Perosa Argentina an.

Das gebuchte Quartier entpuppt sich als geräumig, aber komplett aufgeheizt. Hoffentlich kühlt es im Laufe des Abends und der Nacht auch hier in der Stadt noch etwas ab.

Zumindest startet wieder der obligate Regen.

Wir besuchen daher noch kurz ein Burger-Lokal am Hauptplatz und gehen anschließend zeitig schlafen.

Wenn alles passt, gibt es morgen noch die Assietta-Kammstraße und danach sind wir wieder zurück in Oulx – am Start unserer Fahrt.

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